11 April 2026, 04:05

Merz trifft syrischen Übergangspräsidenten: Stabilität und Minderheitenrechte im Fokus

Ein Plakat mit einer Karte von Syrien mit Daten zu Binnenflüchtlingen aufgrund von Gewalt, begleitet von erklärendem Text und Graphiken.

Merz trifft syrischen Übergangspräsidenten: Stabilität und Minderheitenrechte im Fokus

Bundeskanzler Friedrich Merz trifft den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Sharaa – mit klaren Forderungen des außenpolitischen Sprechers der SPD im Gepäck. Adis Ahmetović hat die zentralen Prioritäten für die Gespräche skizziert: Stabilität, Minderheitenrechte und der Wiederaufbau. Das Treffen findet mehr als ein Jahr nach dem Zusammenbruch des Assad-Regimes statt.

Ahmetović betonte, Deutschland müsse sich für einen politischen Wandel in Syrien einsetzen, der auf Rechtsstaatlichkeit basiert. Er forderte einen glaubwürdigen Prozess, der alle gesellschaftlichen Gruppen einbezieht – insbesondere schutzbedürftige Minderheiten wie Drusen, Alawiten und Kurden. Die Gewalt der Vergangenheit gegen diese Gemeinschaften dürfe sich, so seine Warnung, niemals wiederholen.

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Zudem rief er Merz dazu auf, die deutsche Unterstützung für die Wiederaufbaubemühungen in Syrien zu bekräftigen. Ahmetović verknüpfte den zügigen Wiederaufbau mit der Rückkehr von Geflüchteten und argumentierte, Deutschland habe ein großes Interesse an beidem. Gleichzeitig unterstützte er die syrische Linie, sich in den weiteren Konflikten des Nahen Ostens neutral zu verhalten.

Der Sprecher machte deutlich, dass ein weiteres Engagement Deutschlands an die Erfüllung zentraler Bedingungen geknüpft ist. Dazu gehören der Schutz von Minderheiten und die langfristige Stabilisierung des Landes. Ahmetović hofft, dass der Besuch die deutsch-syrischen Beziehungen auf eine vertrauensvolle Grundlage stellt.

Das Treffen zwischen Merz und al-Sharaa wird Deutschlands Verpflichtung für die Zukunft Syriens auf die Probe stellen. Ahmetovićs Forderungen unterstreichen die Notwendigkeit von Rechtsreformen, Minderheitenschutz und wirtschaftlicher Erholung. Das Ergebnis könnte sowohl die Rückkehr von Geflüchteten als auch die Rolle Deutschlands in der Region prägen.

Quelle