07 May 2026, 22:06

Lörrach übernimmt Stromnetz: Mehr Kontrolle für Energiezukunft und Nachhaltigkeit

Plakat mit Bäumen und Himmel als Hintergrund, Text lautet "Investieren in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal".

Lörrach übernimmt Stromnetz: Mehr Kontrolle für Energiezukunft und Nachhaltigkeit

Lörrach hat einen bedeutenden Schritt in Richtung der Kontrolle über seine energetische Zukunft unternommen. Am 6. Mai 2026 gab die Stadt bekannt, ihr Stromnetz zu rekommunalisieren, um mehr Einfluss auf die lokale Infrastruktur zu gewinnen. Die Maßnahme soll nachhaltige Entwicklung fördern und gleichzeitig das regionale Wirtschaftswachstum stärken.

Kernstück der Initiative ist die neu gegründete Stadtnetze Lörrach GmbH & Co. KG. Die Stadtwerke Lörrach halten dabei 51 Prozent der Anteile und sichern der Stadt damit die Mehrheit, während badenovaNETZE 49 Prozent behält. Zwar verbleiben die technischen Betriebsabläufe und regulatorischen Aufgaben bei badenovaNETZE, doch hat Lörrach nun ein größeres Mitspracherecht bei Investitionsentscheidungen.

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Über 11 Millionen Euro wurden für den Ausbau der Infrastruktur am Standort Wiesenweg bereitgestellt. Die Mittel sollen dazu dienen, das Netz zu modernisieren und es auf künftige Energieanforderungen vorzubereiten. Vertreter der Stadt betonten, dass das Projekt wirtschaftliche Stabilität, Energiesicherheit und Klimaziele miteinander verbindet.

Das neue Unternehmen soll profitabel arbeiten. Einnahmen aus dem Netzbetrieb sowie zusätzliche Gewerbesteuern werden der Stadt finanzielle Vorteile bringen. Die Verantwortlichen sehen darin einen entscheidenden Schritt, um Lörrachs Energieunabhängigkeit zu sichern und langfristiges Wachstum zu fördern.

Die Rekommunalisierung versetzt Lörrach in eine stärkere Position, um die Energiewende aktiv mitzugestalten. Mit direkter Kontrolle über Investitionen und Ausbau kann die Stadt die Infrastruktur nun gezielt in Richtung Nachhaltigkeit lenken. Die finanziellen Erträge aus dem Netzbetrieb werden zudem lokale Projekte und die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Region unterstützen.

Quelle