Leroy Sané zwischen Kritik und Rückhalt: Warum die Nationalmannschaft an ihm festhält
Maximilian KrauseLeroy Sané zwischen Kritik und Rückhalt: Warum die Nationalmannschaft an ihm festhält
Die Debatte über Leroy Sanés Platz in der deutschen Nationalmannschaft hat sich seit seinem Wechsel zu Galatasaray weiter zugespitzt. Fans und Kritiker analysieren seine Leistungen kritisch – trotz seiner entscheidenden Rolle bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Die Diskussion erhält öffentlich Rückendeckung von Mannschaftskollegen und ehemaligen Kapitänen.
Sané geriet nach seinem Transfer in die türkische Liga besonders in die Kritik. Manche sahen darin das Ende seiner Nationalmannschaftskarriere und warfen ihm vor, finanziellen Interessen den Vorrang vor der WM gegeben zu haben. Seine erste Saison bei Galatasaray tat wenig, um die Zweifler zu besänftigen: In 43 Einsätzen erzielte er nur sieben Tore.
Selbst seine Verdienste für den Erfolg der Nationalmannschaft schützten ihn nicht vor Anfeindungen. Trotz zweier Tore und einer Vorlage im entscheidenden 2022-Spiel gegen die Slowakei wurde er von Fans ausgebuht. Auch ein Siegtreffer im Freundschaftsspiel gegen die USA brachte die Kritiker nicht zum Schweigen. Die Vorwürfe hielten an – selbst nach dem 7:1 gegen Curaçao – und nach dem Spiel gegen die Elfenbeinküste blieb er das Hauptziel der Kritik.
Mannschaftskollegen stellten sich jedoch hinter ihn. Kapitän Joshua Kimmich und Ex-Kapitän İlkay Gündoğan lobten Sanés Einsatzbereitschaft und defensive Leistungen. Gündoğan ergänzte, dass die ständige Angst vor Fehlern einen kreativen Spieler wie Sané hemmen könne. Auch Bundestrainer Julian Nagelsmann zeigte sich überzeugt und will Sané bis zur WM in Bestform bringen.
Sanés Situation verdeutlicht den enormen Druck auf Topspieler. Seine Leistungen – sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft – bleiben unter genauer Beobachtung. Die Unterstützung durch Teamkollegen und Trainer signalisiert jedoch, dass man seine Beiträge weiterhin schätzt.
