Kostenlose Kartenzahlung: So lockt Deutschland Händler ins digitale Zeitalter
Lukas LehmannKostenlose Kartenzahlung: So lockt Deutschland Händler ins digitale Zeitalter
Neue Initiative: „Deutschland zahlt digital“ soll Bargeldnutzung reduzieren
Eine neue Kampagne zur Verringerung der Bargeldabhängigkeit in Deutschland ist mit der Initiative „Deutschland zahlt digital“ gestartet. Das Programm motiviert kleine Unternehmen, Kartenzahlungen einzuführen, indem es ein einjähriges, gebührenfreies Probeangebot bereitstellt. Immer mehr Kunden erwarten bargeldlose Optionen – fast die Hälfte zeigt sich verärgert, wenn sie auf „Nur Barzahlung“-Schilder stoßen.
Die Aktion, die in Partnerschaft mit dem Zahlungsdienstleister SumUp durchgeführt wird, bietet Händlern, die bisher keine Kartenzahlungen akzeptiert haben, eine 12-monatige Testphase an. In diesem Zeitraum fallen für Umsätze bis zu 50.000 Euro keine Transaktionsgebühren an. Nach Ablauf der Probezeit können die Unternehmen zwischen zwei Tarifmodellen wählen: entweder 1,39 Prozent pro Transaktion ohne monatliche Grundgebühr oder 0,79 Prozent pro Transaktion zuzüglich einer monatlichen Pauschale von 19 Euro.
Teilnahmeberechtigt sind nur Betriebe, die bisher keine Kartenzahlungen angenommen haben. Das Angebot ist ausschließlich über den Partnerlink von „Deutschland zahlt digital“ zu SumUp zugänglich. Das SumUp Solo Lite-Terminal unterstützt alle gängigen Zahlungsmethoden, darunter kontaktlose Karten, Google Pay, Apple Pay sowie Chip- und PIN-Transaktionen.
Die Nachfrage der Kunden nach bargeldlosen Optionen steigt kontinuierlich. Eine aktuelle Umfrage ergab, dass 59 Prozent den digitalen Bezahlvorgang im Geschäft bevorzugen, während 41 Prozent stets zur Kartenzahlung greifen würden. In Städten steigt die Unzufriedenheit mit reinen Bargeldrichtlinien auf 48 Prozent – 19 Prozent der Käufer brechen den Einkauf sogar ab, wenn sie nicht mit Karte zahlen können.
Ziel der Testphase ist es, kleinen Unternehmen den Übergang zu veränderten Zahlungsgewohnheiten zu erleichtern. Da fast ein Fünftel der Kunden ohne Kartenzahlungsmöglichkeit auf den Kauf verzichtet, könnte die Umstellung sowohl Händlern als auch Verbrauchern zugutekommen. Nach den zwölf Monaten entscheiden die teilnehmenden Betriebe, ob sie eines der beiden Gebührenmodelle dauerhaft nutzen möchten.






