Kontrollierte Sprengung bringt Thalaubachtalbrücke auf der A7 zum Einsturz
Emilia SchmittSpektakulärer Brückeneinsturz auf der A7 in Osthessen - Kontrollierte Sprengung bringt Thalaubachtalbrücke auf der A7 zum Einsturz
Zwei altersschwache Abschnitte der Thalaubachtalbrücke auf der Autobahn A7 wurden heute Morgen durch eine kontrollierte Sprengung abgerissen. Die Aktion erforderte eine vollständige Sperrung der Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Fulda in Hessen und der Anschlussstelle Bad Brückenau-Volkers in Bayern. Autofahrer müssen mit Verzögerungen rechnen, da die Sperrung voraussichtlich bis etwa 16:00 Uhr andauert.
Die ursprüngliche Brücke, die 1968 erbaut wurde, war 50 Jahre in Betrieb, bevor 2018 erste Teile zurückgebaut wurden. Im Laufe der Zeit konnte das Bauwerk den Anforderungen des modernen Verkehrs nicht mehr gerecht werden, was schließlich zum aktuellen Umbau führte. Ein erster neuer Abschnitt wurde im vergangenen August fertiggestellt und ermöglicht seitdem den Verkehr in beide Richtungen auf dieser Teilstrecke.
Die heutige Sprengung markiert einen weiteren Schritt im 115-Millionen-Euro-Projekt. Der zweite neue Abschnitt, der für die künftige Richtungsfahrbahn nach Würzburg vorgesehen ist, soll bis Ende 2027 fertiggestellt werden. Weitere Anpassungen der Straßenführung werden anschließend bis 2030 fortgesetzt.
Behörden bestätigten, dass die Sprengung wie geplant verlief und die Brücke präzise im vorgesehenen Bereich einstürzte. Während der Aktion gab es keine unerwarteten Zwischenfälle.
Die A7 bleibt vorerst in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt, was den Verkehr zwischen Hessen und Bayern beeinträchtigt. Nach Abschluss der Arbeiten wird die modernisierte Brücke die Kapazität und Sicherheit für Autofahrer deutlich verbessern. Das gesamte Projekt, einschließlich der Straßenneuordnung, soll bis Ende dieses Jahrzehnts abgeschlossen sein.