Kommunalwahlen in Hessen: CDU festigt Position als stärkste Kraft mit 29,7 Prozent
Luisa LangeRhein sieht die CDU als stärkste Partei nach den Kommunalwahlen - Kommunalwahlen in Hessen: CDU festigt Position als stärkste Kraft mit 29,7 Prozent
Bei den Kommunalwahlen in Hessen haben die Bürger am Sonntag neue Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte sowie Ortsbeiräte gewählt. Erste Trends deuten auf eine höhere Wahlbeteiligung als 2021 hin, als nur 50,4 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgaben. CDU-Landesvorsitzender und Ministerpräsident Boris Rhein bezeichnete den Wahlkampf als fair und betonte das starke öffentliche Interesse an kommunalpolitischen Themen.
Bei der letzten Kommunalwahl 2021 hatte die CDU mit 28,5 Prozent der Stimmen als stärkste Kraft in Hessen abgeschnitten. Fünf Jahre später zeigen erste Ergebnisse für 2026, dass die Partei ihren Anteil landesweit auf 29,7 Prozent steigern konnte. Regional gab es jedoch deutliche Unterschiede: Besonders stark schnitt die CDU in ländlichen Gebieten ab – etwa in Nüsttal (70,3 Prozent) und Hofbieber (67,8 Prozent). Detaillierte Auswertungen aus Kreisen, in denen die Partei traditionell schwächer ist, stehen jedoch noch aus, da bis zum 16. März erst 64,3 Prozent der Stimmen ausgezählt waren.
Rhein, der während des Wahlkampfs sowohl als Ministerpräsident als auch als CDU-Chef fungierte, zeigte sich zuversichtlich, dass seine Partei auch künftig die dominierende Kraft auf kommunaler Ebene bleiben werde. 2021 hatte die SPD mit 24,0 Prozent den zweiten Platz belegt, gefolgt von den Grünen (18,4 Prozent), der AfD (6,9 Prozent), der FDP (6,7 Prozent) und der Linken (4,0 Prozent).
Auf seinen Reisen durch das Land habe er ein wachsendes Interesse an Kommunalpolitik wahrgenommen, so Rhein. Besonders im Fokus der Wähler stünden dabei lokale Themen – weniger landes- oder bundespolitische Debatten.
Mit einem leichten Anstieg auf 29,7 Prozent festigte die CDU 2026 ihre Position als stärkste Kraft in Hessens Kommunalparlamenten. Da die Auszählung noch läuft, werden die endgültigen Ergebnisse zeigen, wie die Partei in ihren traditionell schwächeren Regionen abgeschnitten hat. Die höhere Wahlbeteiligung spiegelt das gestiegene Engagement der Bürger bei dieser Wahl wider.