24 May 2026, 08:06

Koblenz kämpft mit Millionen-Defizit durch veraltete Kreis-Zuschüsse

Stadtpersonalamt untersucht: Haben Koblenzer Stadtmitarbeiter Millionen-Schaden verursacht?

Koblenz kämpft mit Millionen-Defizit durch veraltete Kreis-Zuschüsse

Jahre der finanziellen Belastung: Koblenz kämpft mit veralteten Zuschüssen der Nachbarkreise

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Die Stadt Koblenz leidet seit Jahren unter finanzieller Überlastung, verursacht durch veraltete Finanzierungsbeiträge der umliegenden Landkreise. Seit 2014 hat sich ein Defizit von über 5 Millionen Euro aufgestaut, da die festgelegte Pauschale für Berufsschüler:innen die steigenden Kosten nicht mehr deckt. Nun fordern Verantwortliche Änderungen und verlangen Aufklärung.

Aktuell besuchen 1.932 Berufsschüler:innen aus neun benachbarten Kreisen – darunter Ahrweiler, Mayen-Koblenz und der Westerwaldkreis – Schulen in Koblenz. Jeder Kreis zahlt jedoch nur 190 Euro pro Teilzeit-Schüler:in, obwohl die tatsächlichen Kosten bei 406,80 Euro liegen. Diese Lücke belastet die Stadt mit einem jährlichen Verlust von über 400.000 Euro.

Der Rechnungsprüfungsausschuss hinterfragt, warum die Zuschüsse trotz steigender Ausgaben nie angepasst wurden. Als Reaktion wird Koblenz die Kreisumlagen rückwirkend ab Januar 2023 auf 300 Euro pro Schüler:in erhöhen. Für 2028 ist eine weitere Anhebung auf 400 Euro geplant.

Um künftige Fehlbeträge zu vermeiden, wird die Stadt die Kostenentwicklung an ihren Berufsschulen regelmäßig überprüfen. Zudem wird geprüft, ob Fehlmanagement zu den Verlusten beigetragen hat. Falls ja, könnte eine Regulierung über die Berufshaftpflichtversicherung angestrebt werden.

Die neuen Finanzanpassungen werden die Haushaltslast Koblenzs verringern, doch die Stadt muss weiterhin jahrelange Einnahmeausfälle ausgleichen. Mit strengeren Kontrollen und regelmäßigen Kostenanalysen wollen die Verantwortlichen ähnliche Engpässe künftig verhindern. Die Änderungen betreffen alle neun beteiligten Landkreise.

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