29 June 2026, 12:11

Knauf erhält Grünes Licht für umstrittenen Gipsabbau in Unterfranken

Hürde auf dem Weg zu einem neuen Gipsbergwerk überwunden

Knauf erhält Grünes Licht für umstrittenen Gipsabbau in Unterfranken

Der Baustoffkonzern Knauf hat für sein Gipsabbauprojekt in Unterfranken staatliche Unterstützung erhalten. Das Unternehmen plant, in den nächsten 50 Jahren jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Die lokalen Behörden haben strenge Auflagen erlassen, um die Trinkwasserversorgung in der Region zu schützen.

Die unterfränkische Landesregierung gelangte zu dem Schluss, dass der Gipsabbau keine unkontrollierbaren Risiken berge, sofern Knauf die vorgegebenen Bedingungen einhalte. Das Unternehmen begrüßte diese Einschätzung und bezeichnete sie als eine weitere fachliche Bestätigung für das Vorhaben.

Im Rahmen des raumordnerischen Prüfverfahrens wurden 79 Behörden angehört und 4.300 Einwendungen aus der Bevölkerung geprüft. Eine Online-Petition gegen das Projekt sammelte zudem über 5.600 Unterschriften.

Das Abbaugebiet ist von zentraler Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Stadt Würzburg und umliegender Gemeinden. Ein Restrisiko bleibt bestehen, und die Förderung muss eingestellt werden, falls der Grundwasserspiegel zu sinken beginnt. Die Grünen kritisierten die Risikobewertung und warfen vor, die Gefährdung der Trinkwasserversorgung sei falsch eingeschätzt worden.

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Die endgültige Entscheidung über die Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Jahresende einen Bescheid erlassen soll. Die Zukunft des Projekts hängt vom Urteil der Bergbehörde ab. Bei einer Genehmigung wird Knauf unter strenger Aufsicht arbeiten müssen, um Schäden für die lokalen Wasserressourcen zu vermeiden. Die Auflagen zielen darauf ab, eine sichere Förderung zu gewährleisten und gleichzeitig die Bedenken der Bevölkerung zu berücksichtigen.

Quelle