Kai Wegner fehlt bei Berliner Schlüssel-Debatten – und gerät unter Druck
Maximilian KrauseKai Wegner fehlt bei Berliner Schlüssel-Debatten – und gerät unter Druck
Kai Wegner steht in der Kritik, weil er in der Berliner Politik mehrere wichtige Debatten versäumt hat. Seine Abwesenheit fiel besonders bei Diskussionen zu Bildung, Kultur und der Prävention von Antisemitismus auf. Andere Spitzenkandidaten nahmen persönlich an diesen Veranstaltungen teil oder entsandten Vertreter.
Zu einer Veranstaltung des Berliner Bildungsbündnisses war Wegner eingeladen, schickte jedoch stattdessen Katharina Günther-Wünsch. Sie diskutierte dort mit Steffen Krach (SPD), Elif Eralp (Die Linke) und Werner Graf (Bündnis 90/Die Grünen) über Bildungspolitik. Der Moderator bezeichnete Krach, Eralp und Graf scherzhaft als „kleine Paneelfamilie“, da sie häufig gemeinsam auftreten.
Bei einer Debatte zur Antisemitismusprävention ließ sich Wegner durch Justizsenator Felor Badenberg (CDU) vertreten. Auch eine Diskussion über die Zukunft von Kunst und Kultur sagte er ab – hier sprang Finanzsenator Stefan Evers (CDU) für ihn ein.
Trotz seiner Absagen hat Wegner seine Teilnahme an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Kleingärten in Berlin“ bestätigt, die vom Landesverband der Gartenfreunde ausgerichtet wird. Unterdessen werden die Spitzenkandidaten von SPD, Linken und Grünen ein letztes TV-Duell ohne ihn bestreiten.
Aus Kreisen konkurrierender Kandidaten heißt es, Wegner lasse Debatten häufig ausfallen. Seine Vertreter hätten bereits mehrfach für ihn eingesprungen. Das Muster sorgt für Aufsehen, während andere Kandidaten gezielt durch persönliche Präsenz Aufmerksamkeit suchen.






