Hessische Polizei setzt bei Großrazzia im Frankfurter Bahnhofsviertel auf Gesichtserkennung
Maximilian KrauseMehr als 400 Kontrollen im Bahnhofsviertel am Donnerstag - Hessische Polizei setzt bei Großrazzia im Frankfurter Bahnhofsviertel auf Gesichtserkennung
Großrazzia der hessischen Polizei im Frankfurter Bahnhofsviertel
Am Donnerstagabend führte die hessische Polizei eine groß angelegte Razzia im Frankfurter Bahnhofsviertel durch. Rund 200 Beamte durchsuchten bekannte Drogenbrennpunkte in dem Viertel. Bei dem Einsatz kam erstmals eine neue Gesichtserkennungstechnologie zum Einsatz, mit der Verdächtige in Echtzeit identifiziert werden können.
Die Aktion stand unter der direkten Beobachtung von Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Innenminister Roman Poseck. Die Beamten durchkämmten das Viertel, beschlagnahmten dabei Rauschgift und verschreibungspflichtige Medikamente.
Im Laufe des Abends kontrollierten die Einsatzkräfte 414 Personen. Die Razzia führte zu 36 Strafanzeigen und der Vollstreckung eines Haftbefehls. Poseck bezeichnete die Maßnahme später als "deutliche Warnung an alle, die das Gesetz brechen".
Rhein betonte, dass eine stärkere Polizeipäsenz, schärfere Kontrollen und moderne Technologie entscheidend seien, um die öffentliche Sicherheit zu verbessern. Die in Frankfurt eingeführte Gesichtserkennungstechnologie wird bisher in keinem anderen Bundesland oder keiner anderen Stadt eingesetzt. Ob und wann eine flächendeckende Einführung geplant ist, blieb offen.
Der Einsatz markierte nicht nur einen massiven Polizeieinsatz, sondern auch den ersten Praxistest der neuen Gesichtserkennung. Die Behörden beschlagnahmten Drogen, stellten Dutzende Anzeigen und nahmen mindestens eine Person fest. Die Razzia deutet auf eine härtere Gangart gegen die Kriminalität in Frankfurts problematischem Viertel hin.