Hessen sucht Vorreiter: Tierschutzpreis für Landwirte mit innovativen Konzepten
Luisa LangeHessen sucht Vorreiter: Tierschutzpreis für Landwirte mit innovativen Konzepten
Hessisches Agrarministerium startet Bewerbungsphase für den Preis Tierschutz in der Landwirtschaft
Landwirte und agrarische Betriebe in Hessen können sich bis zum 1. September 2026 mit ihren Projekten für den Wettbewerb bewerben. Die Auszeichnung würdigt vorbildliche Tierhaltungsstandards und ist mit einem Gesamtpreisgeld von 17.000 Euro dotiert.
Prämiert werden praxisnahe Beispiele für herausragende Haltungsbedingungen in der Nutztierhaltung. Zugelassen sind unter anderem innovative Betriebsführungskonzepte, bauliche Verbesserungen sowie Initiativen zum Erhalt seltener Nutztierrassen. Auch Öffentlichkeitskampagnen, die sich für mehr Tierschutz einsetzen, kommen infrage.
Bewerber müssen sicherstellen, dass alle in ihren Unterlagen namentlich genannten Personen ihr Einverständnis erteilt haben. Frühere Preisträger setzten Maßstäbe: So erhielt ein Milchviehbetrieb die Auszeichnung für besonders geräumige Stallungen, während eine Schweinehaltung mit ihrem Pigport-Modell überzeugte – einer Haltung mit Stroheinstreu und Auslauf ins Freie. Ein weiterer Preisträger, ein Charolais-Rinderbetrieb, verband Weidehaltung mit einer betriebsinternen Schlachttechnik für schonende Betäubung.
Die Bewerbungsunterlagen stehen auf der Tierschutz-Seite des Ministeriums zum Download bereit. Die Preisträger können das Preisgeld nutzen, um Kosten zu decken oder ihre Projekte auszubauen – und so anderen als Vorbild dienen.
Einsendeschluss ist der 1. September 2026. Die 17.000 Euro Preisgeld können auf mehrere Gewinner aufgeteilt werden. Ziel der Auszeichnung ist es, praxistaugliche Lösungen zu fördern, die den Tierschutz in der hessischen Landwirtschaft voranbringen.






