Hessen setzt auf Bildung: Fünffacher Anstieg bei Anti-Rechtsextremismus-Veranstaltungen seit 2021
Luisa LangeHessen setzt auf Bildung: Fünffacher Anstieg bei Anti-Rechtsextremismus-Veranstaltungen seit 2021
Hessen verstärkt Bildungsangebote gegen Rechtsextremismus
Die Zahl der Bildungsveranstaltungen zur Bekämpfung von Rechtsextremismus in Hessen ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Allein 2024 organisierte das Kompetenzzentrum gegen Rechtsextremismus in Hessen (Korex) 281 Aufklärungsveranstaltungen – ein fünffacher Anstieg seit 2021. Dieser deutliche Zuwachs folgt auf den Regierungswechsel 2024 und spiegelt eine breitere Initiative wider, Extremismus in Schulen und im öffentlichen Leben stärker zu thematisieren.
Korex wurde 2008 gegründet, um rechtsextreme Ideologien durch Schulungen, Beratung und Unterstützung zu bekämpfen. Die Arbeit des Zentrums erstreckt sich auf Schulen, Polizeibehörden, Feuerwehrwachen und Sportvereine, wobei der Schwerpunkt auf Prävention liegt. Laut dem hessischen Verfassungsschutz fanden 2025 insgesamt 166 Veranstaltungen in kulturellen und bildungspolitischen Einrichtungen statt, während Korex im vergangenen Jahr 259 eigene Formate durchführte.
Eine zentrale Rolle in diesen Bemühungen spielt der Leiter der Initiative, Sven Daniel. 2024 hielt er etwa einen Vortrag am Georg-Büchner-Gymnasium in Bad Vilbel, in dem er über rechtsextreme Aktivitäten in sozialen Medien aufklärte. Die Gesamtzahl solcher Veranstaltungen hat sich innerhalb von zwei Jahren mehr als verneunfacht – ein deutlicher Ausbau der Aufklärungsarbeit.
Ein besonderer Fokus von Korex liegt auf der Arbeit mit Schulen. Das Zentrum bietet maßgeschneiderte Kurse, Beratungsangebote und Materialien an, um Lehrkräfte und Schüler dabei zu unterstützen, extremistische Einflüsse zu erkennen und ihnen entgegenzuwirken.
Der Anstieg der Aktivitäten von Korex unterstreicht das wachsende Engagement Hessens im Kampf gegen Rechtsextremismus. Da die Veranstaltungen zunehmend mehr Schulen und öffentliche Einrichtungen erreichen, erweitert die Initiative kontinuierlich ihren Einfluss. Die Zahlen aus den Jahren 2024 und 2025 deuten auf eine nachhaltige Strategie hin, um die Gesellschaft in der gesamten Region einzubinden.






