13 March 2026, 16:07

Hessen plant drastische Kürzungen an Gesamtschulen – Proteste im Landtag

Ein Plakat mit der Aufschrift "Mangelnde Bildung: Der Kreislauf" zeigt eine chaotische Ansammlung von verschiedenen Menschen, die den Ernst der Bildungsbenachteiligung betont.

Krise um Schulfinanzierung vor Kommunalwahlen - Hessen plant drastische Kürzungen an Gesamtschulen – Proteste im Landtag

Eine Sondersitzung des hessischen Landtags hat tiefgreifende Bedenken gegenüber den geplanten Kürzungen im Bildungshaushalt für Gesamtschulen offenbart. Abgeordnete der Grünen und der Freien Demokratischen Partei (FDP) hatten die Debatte vorangetrieben und warnten vor schweren Folgen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte in der gesamten Region.

Die Einschnitte, die im Schuljahr 2026/2027 in Kraft treten sollen, sehen eine Reduzierung der Unterrichtsstunden um etwa 10.000 pro Woche vor. Der bildungspolitische Sprecher der Grünen, Daniel May, bezeichnete die Pläne als "Bildungspolitische Katastrophe" und betonte die unmittelbaren Auswirkungen auf die Schulen. Besonders betroffen sind Frankfurt und der Kreis Offenbach, die rund ein Drittel der gesamten Kürzungen tragen müssen – die genauen Zahlen für andere Regionen bleiben jedoch unklar.

Bildungsminister Armin Schwarz (CDU) verteidigte die Maßnahmen als vorübergehende "Anpassungen" und verwies darauf, dass sie nur ein Jahr gelten würden. Zudem hob er die insgesamt gestiegenen Ausgaben im Bildungsbereich hervor. FDP-Sprecher Moritz Promny hingegen argumentierte, dass vor allem Schüler mit besonderem Förderbedarf unter den Änderungen leiden würden.

Das Bildungsministerium hat bisher nicht konkretisiert, wie die Kürzungen auf Hessens integrierte Gesamtschulen (IGS) verteilt werden sollen. Kritiker befürchten, dass die Einschnitte den Unterrichtsbetrieb stören und den Druck auf das verbleibende Personal weiter erhöhen könnten.

Laut aktuellem Stand gelten die Haushaltskürzungen nur für das Schuljahr 2026/2027. Schulen in Frankfurt und Offenbach sind am stärksten betroffen, während die Abgeordneten weiterhin über die langfristigen Folgen diskutieren. Wie stark Schüler und Lehrkräfte letztlich betroffen sein werden, hängt davon ab, wie die verbleibenden Mittel verteilt werden.

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