Hessen kämpft um Rettung der Kinos mit Bundesförderung für Modernisierung
Luisa LangeHessen kämpft um Rettung der Kinos mit Bundesförderung für Modernisierung
Hessen setzt sich für die Rückkehr von Bundesfördermitteln zur Unterstützung bedrängter Kinos ein. Das Land unterstützt einen Antrag des Bundesrates zur Wiederbelebung des Programms „Zukunft Kino“ oder eines ähnlichen Fördermodells, um Kinobetreibern die Modernisierung ihrer Einrichtungen zu ermöglichen. Bereits im vergangenen Jahr hatte Hessen die finanzielle Förderung für Filmpreise und lokale Kinoprojekte erhöht.
Das Bundesprogramm „Zukunft Kino“ stellte 2022 noch 25 Millionen Euro für die Modernisierung von Kinos in ganz Deutschland bereit. Doch die Mittel wurden 2024 auf 10 Millionen Euro gekürzt und 2025 schließlich komplett gestrichen. Nun fordern Länder wie Hessen ein Nachfolgeprogramm, um Kinobetreiber bei Energiesparmaßnahmen, Barrierefreiheit und technischen Aufrüstungen zu unterstützen.
Hessen hat bereits eigene Schritte unternommen, um die Kinolandschaft im Land zu stärken. 2023 erhöhte das Land die Förderung für die „Kinoprogrammpreise“ von 150.000 auf 215.000 Euro. Zudem stellt es jährlich 500.000 Euro über „Hessen Film & Medien“ für Investitionen in Kinos bereit.
Timon Gremmels, Hessens Minister für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur, betonte die Bedeutung von Kinos als unverzichtbare Kulturorte. Zuverlässige finanzielle Unterstützung sei entscheidend, um ihren Betrieb und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
Der Bundesratsantrag wartet nun auf eine Reaktion der Bundesregierung. Bei einer Zustimmung könnte ein neues Förderprogramm Kinos bundesweit helfen, Kosten zu senken und das Besuchererlebnis zu verbessern. Hessens eigene Förderzusagen bleiben derweil bestehen.






