Hessen investiert 130 Millionen Euro in historischen Sportförder-Rekordplan
Emilia SchmittHessen investiert 130 Millionen Euro in historischen Sportförder-Rekordplan
Hessen startet eine große Offensive zur Aufwertung der Sportförderung mit Rekordbudget und neuen Initiativen. Die Landesregierung hat Investitionen in Höhe von 130 Millionen Euro über zwölf Jahre angekündigt, begleitet von einem vereinfachten digitalen System für Vereine und Kommunen. Beamte bezeichnen den Plan als den größten Förderschub für den Sport in der Geschichte der Region.
Kernstück der Reformen ist der neue Sondersportfonds. Dieser erhöht die maximale Fördersumme für von Vereinen getragene Bauprojekte von 200.000 auf eine Million Euro – eine Verfünffachung. Gleichzeitig stieg der Zuschussatz für vereinseigene Anlagen von 20 auf 35 Prozent. Auch die Zahl der förderfähigen Projekte wurde verschnfacht.
Der Sportetat des Landes für 2026 wächst um 12,7 Prozent auf 35,6 Millionen Euro. Zusätzliche Mittel fließen in den Nachwuchs- und Spitzensport, darunter höhere Gehälter für Landestrainer, um den Beruf attraktiver zu gestalten. Die Hessische Elite-Nachwuchs-Sportstrategie, auch „Hessischer Weg“ genannt, wird ebenfalls aktualisiert, um die führende Position Hessens im deutschen Spitzensport zu sichern.
Ein zentrales Vorhaben ist der Campus Sportdeutschland im Frankfurter Stadtwald. Die Anlage soll die Infrastruktur für den Leistungssport modernisieren und Hessens Ruf als Spitzenstandort festigen. Parallel dazu wird das Förderantragsverfahren grundlegend reformiert: Ein neues digitales System soll Bürokratie abbauen und Genehmigungen für Vereine und Kommunen beschleunigen.
Die Änderungen werden in den nächsten zwölf Jahren umgesetzt, wobei 130 Millionen Euro für Sportstätten vorgesehen sind. Vereine profitieren von schnelleren Antragsverfahren, höheren Zuschüssen und mehr förderfähigen Projekten. Das Land erwartet, dass die Maßnahmen sowohl den Breiten- als auch den Spitzensport in Hessen nachhaltig stärken.






