24 June 2026, 16:04

Heidebad in Halle-Nietleben schließt Nicht-Muttersprachler aus – und löst Empörung aus

Kontroverse um die Aufnahmebedingungen im Heath Bad: Initiative 'Eltern gegen die Rechte' erhebt schwere Diskriminierungsvorwürfe - SPD spricht von einem 'falschen Signal'

Heidebad in Halle-Nietleben schließt Nicht-Muttersprachler aus – und löst Empörung aus

Freischwimmbad Heidebad in Halle-Nietleben führt umstrittene neue Regel ein

Das Heidebad in Halle-Nietleben hat eine kontroverse Neuregelung eingeführt: Personen mit unzureichenden Deutschkenntnissen wird der Zutritt verwehrt. Die Aktivistengruppe „Eltern gegen Rechts Halle“ verurteilte die Maßnahme scharf als diskriminierend und sachlich unbegründet.

Die Badleitung begründet die Einschränkung mit Sicherheitsbedenken. Die Aktivisten halten dagegen, dass Sprachkenntnisse weder mit Sicherheit noch mit Verantwortungsbewusstsein zusammenhängen. Nicht-deutschsprachige Gäste seien nicht weniger umsichtig als andere.

Auch die Stadträtinnen Silke Burkert und Katharina Kohl kritisieren die Regel. Sie betonen, dass der Zugang zu öffentlichen Einrichtungen nicht von Sprachkenntnissen oder Herkunft abhängen dürfe. Zudem warnt die Gruppe, dass die Maßnahme gehörlose, schwerhörige oder sprachbehinderte Menschen ungerechtfertigt ausschließen und damit gegen Barrierefreiheitsstandards verstoßen könnte.

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„Eltern gegen Rechts“ äußert weitere Bedenken: Die Regel biete keinen echten Sicherheitsgewinn und könnte gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßen. Die Gruppe fordert die sofortige Rücknahme der Vorschrift.

Als Alternativen schlägt die Initiative vor, Sicherheitshinweise mehrsprachig bereitzustellen, auf visuelle Kommunikation zu setzen und das Personal aufzustocken. Zudem plädiert sie für gezielte Schulungen und den Dialog mit betroffenen Communities, um inklusive Sicherheitskonzepte zu entwickeln.

Quelle