10 June 2026, 08:04

Grüne werfen Regierung vor, einkommensschwache Gruppen besonders hart zu treffen

Steuerreform: Grünen-Vize Audretsch wirft SPD-Chefin Baerbock Chaos vor und fordert gerechte Entlastung

Grüne werfen Regierung vor, einkommensschwache Gruppen besonders hart zu treffen

Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen, Andreas Audretsch, wirft der Bundesregierung vor, harte Kürzungen bei einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen durchzusetzen. Als Beispiele nannte er die Streichungen bei Wohngeld, der Unterstützung für Alleinerziehende und Hilfen für junge Menschen.

Die Kritik folgt auf Äußerungen von Arbeitsministerin Bärbel Bas in der Fernsehsendung Miosga. Bas hatte eine jährliche Steuerentlastung von mindestens 500 Euro für Steuerzahler vorgeschlagen – ein Vorhaben, das die Grünen vehement ablehnen.

Audretsch warf ihr vor, es fehle an einer klaren Finanzierungsstrategie. Zudem verurteilte er die Idee von Steuererleichterungen im Milliardenbereich ohne solide finanzielle Grundlage. Stattdessen forderte er gezielte Entlastungen für Gering- und Mittelverdiener sowie niedrigere Sozialabgaben.

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Über die Steuerreform hinaus betonte Audretsch die Notwendigkeit struktureller Veränderungen. Er bestand darauf, dass Superreiche ihren fairen Beitrag leisten müssten. Seine Aussagen unterstreichen die wachsenden Spannungen in der Finanz- und Sozialpolitik.

Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, wie Steuerentlastungen mit sozialen Ausgaben in Einklang zu bringen sind. Audretschs Vorschläge umfassen den Schutz benachteiligter Gruppen und eine stärkere Heranziehung vermögender Bürger. Die Debatte offenbart tiefe Gräben über die finanzpolitische Ausrichtung der Regierung.

Quelle