Fürther Fußballtalente retten Entwässerungsgraben und stärken Artenvielfalt im Spitalwald
Luisa LangeFürther Fußballtalente retten Entwässerungsgraben und stärken Artenvielfalt im Spitalwald
Junge Spieler der SpVgg Greuther Fürth haben an einem Naturschutzprojekt im Spitalwald von Langenzenn mitgewirkt. Die Initiative zielte darauf ab, einen degradierten Entwässerungsgraben zu renaturieren und gleichzeitig die lokale Artenvielfalt zu fördern. Gleichzeitig markierte das Vorhaben eine Zusammenarbeit zwischen dem Fußballverein und dem LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern).
Im Mittelpunkt des Projekts stand die Verlangsamung des Wasserabflusses im Wald durch das Einbringen von Holzpfählen und Faschinen – gebündelten Ästen und Zweigen. Diese Strukturen helfen, das Wasser länger zurückzuhalten, mildern die Auswirkungen starker Regenfälle und kommen so den umliegenden Bäumen zugute. Darüber hinaus schaffen die Faschinen „Trittstein“-Lebensräume für Amphibien und verbessern so die biologischen Korridore in der Region.
Die Maßnahme ist Teil des Langenzenners Projekts „Aquatisches Biotopverbundsystem“, das den Schutz und die Aufwertung lokaler Gewässer zum Ziel hat. Die Finanzierung erfolgte über den Bayerischen Naturschutzfonds, der die Umsetzung des Projekts ermöglichte. Helmut Beran, Geschäftsführer des LBV, betonte die Parallelen zwischen Teamarbeit im Fußball und im Naturschutz und unterstrich die Bedeutung von Zusammenarbeit.
Die offizielle Partnerschaft des Vereins mit dem LBV, die 2024 geschlossen wurde, spielte eine Schlüsselrolle bei der Organisation der Aktion. Durch die Beteiligung der jungen Fußballer wurde zudem das Bewusstsein für den Verlust der Artenvielfalt und den Wert des Umweltschutzes gestärkt.
Der renaturierte Entwässerungsgraben trägt nun zu einer besseren Wasserspeicherung und zur Bewegungsfreiheit der Tierwelt bei. Das Projekt dient als praktisches Beispiel dafür, wie Sportvereine einen Beitrag zum Naturschutz leisten können. Künftige Initiativen könnten auf diesem Modell aufbauen, um lokale Ökosysteme weiter zu schützen.






