Frei kritisiert mangelnde Öffentlichkeitsarbeit der Ampel – und fordert mehr Einheit
Emilia SchmittFrei kritisiert mangelnde Öffentlichkeitsarbeit der Ampel – und fordert mehr Einheit
Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, macht schwache Öffentlichkeitsarbeit für die sinkenden Umfragewerte der schwarz-roten Koalition verantwortlich. In einer aktuellen Stellungnahme forderte er CDU/CSU und SPD auf, enger zusammenzuarbeiten, statt die Partnerschaft als Belastung zu betrachten.
Frei wies zudem Kritik zurück, wonach Bundeskanzler Friedrich Merz Schwierigkeiten habe, sich gegen die Sozialdemokraten durchzusetzen. Stattdessen verwies er auf politische Erfolge, die seiner Ansicht nach oft übersehen würden. Besonders hob er die Gesundheitsreform der Regierung als Beleg für wirksame Politik hervor. Teile der Reform seien bereits umgesetzt, doch die öffentliche Wahrnehmung bleibe negativ. Frei argumentierte, die tatsächliche Arbeit der Koalition sei erfolgreicher, als viele glaubten.
Er betonte, die CDU dürfe ihre Grundsätze nicht aufgeben, während sie mit der SPD zusammenarbeite. Statt sich in kleineren Streitigkeiten zu verlieren, forderte Frei, den Fokus auf „große Lösungen zum Wohl des Landes“ zu legen. Stilistische Debatten müssten hinter inhaltlichen Fortschritten zurückstehen.
Zur wachsenden Unterstützung der Alternative für Deutschland (AfD) sagte Frei, deren Erfolg beruhe auf einer Fehleinschätzung der Regierungsleistung. Er bestand darauf, die Koalition müsse ihre Erfolge besser vermitteln, um diesem Trend entgegenzuwirken.
Freis Äußerungen deuten auf einen Vorstoß für mehr Geschlossenheit in der Koalition hin. Er will, dass CDU/CSU und SPD ihre gemeinsamen Ziele und politischen Erfolge deutlicher herausstellen. Ohne bessere Kommunikation, warnte er, werde das öffentliche Vertrauen in die Arbeit der Regierung weiter leiden.






