16 March 2026, 12:15

Frankfurter Impact-Investor modernisiert Dokumentenmanagement für strengere BaFin-Regeln

Ein Diagramm des Kerngeschäftsbereichs eines Unternehmens mit farbigen Blöcken, die verschiedene Arten von Sicherheit- und Aufzeichnungsmanagement darstellen, beschriftet mit Begriffen wie "Sicherheitsmanagement", "Aufzeichnungsmanagement" und "Geschäftsleistungen".

Frankfurter Impact-Investor modernisiert Dokumentenmanagement für strengere BaFin-Regeln

Frankfurter Impact-Investor rüstet Dokumentenmanagement für strengere Finanzvorschriften auf

Die Invest in Visions GmbH, ein in Frankfurt ansässiges Unternehmen, das über 820 Millionen Euro in Impact-Investment-Fonds verwaltet, hat sein Dokumentenmanagement modernisiert, um den verschärften finanziellen Regulierungsanforderungen gerecht zu werden. Das Unternehmen setzt nun auf ein cloudbasiertes System, das sicherstellt, dass jeder Investitionsprozess vollständig transparent und rechtlich einwandfrei abläuft.

Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund neuer Vorgaben der BaFin und der EU, die strengere Kontrollen bei der Geldwäscheprävention, Bonitätsprüfungen und der Berichterstattung über Cybersicherheit verlangen.

Ursprünglich führte das Unternehmen DocuWare, ein cloudbasiertes Dokumentenmanagementsystem (DMS), für HR-Prozesse wie Urlaubsanträge ein. Später erweiterte es das System auf den gesamten Investitionsworkflow, der externe Partner und mehrere Genehmigungsstufen umfasst. Jede Investition erhält nun eine eindeutige Prozess-ID, die eine lückenlose Nachverfolgung vom Start bis zur Archivierung ermöglicht.

Automatisierte Workflows protokollieren jede Aufgabe und Entscheidung, sodass kein Schritt übersehen wird. Das DMS erzwingt zudem strenge Geldwäscheprüfungen (AML), wobei sämtliche Unterlagen revisionssicher für Prüfungen gespeichert werden. Hermann Schäfer, Vice President of Sales für die Region DACH und Italien bei DocuWare, betonte, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Preises, die Benutzerfreundlichkeit und die robusten Funktionen entscheidend für die Auswahl waren.

Die Aufrüstung erfüllt die neuesten BaFin-Anforderungen, die ab dem 1. März 2026 in Kraft treten. Diese schreiben eine nahtlose AML-Dokumentation sowie elektronische Meldungen über das goAML-System im XML-Format vor – inklusive detaillierter Aufzeichnungen zu verdächtigen Transaktionen, beteiligten Parteien und wirtschaftlich Berechtigten. Zudem muss sich das Unternehmen auf mindestens 75 Sonderprüfungen der BaFin im Jahr 2026 vorbereiten, die sich auf Kundenrisikobewertungen, Geschäfte mit Hochrisikoländern und interne Kontrollen konzentrieren.

Weitere Änderungen ergeben sich aus der EU-Verbraucherkreditrichtlinie CCD II, die ab dem 20. November 2026 greift. Sie verlangt umfassende Dokumentation für Bonitätsprüfungen, automatisierte Entscheidungen und digitale Verträge. Das Digital Operational Resilience Act (DORA) fügt zusätzlich Cybersicherheitspflichten hinzu, darunter die Meldung von Vorfällen und regelmäßige Cybertests. Das DMS stellt sicher, dass all diese Prozesse prüfungssicher und effizient bleiben.

Das neue System ermöglicht es Invest in Visions, die Einhaltung sich ständig weiterentwickelnder Finanzvorschriften zu gewährleisten und gleichzeitig die betrieblichen Abläufe zu optimieren. Durch die Digitalisierung und Automatisierung zentraler Prozesse reduziert das Unternehmen manuelle Fehler und stärkt die Transparenz. Die Lösung unterstützt zudem die Kernmission des Unternehmens: finanzielle Renditen zu erzielen und gleichzeitig messbare soziale Wirkung in Schwellenländern zu entfalten.

Quelle