Forschung zu Menstruationszyklus: Wie er die Leistung von Spitzenathletinnen prägt
Lukas LehmannForschung zu Menstruationszyklus: Wie er die Leistung von Spitzenathletinnen prägt
Ein neues Forschungsprojekt untersucht, wie der Menstruationszyklus Spitzenathletinnen beeinflusst. Das Konsortium „Athletin-D“, an dem auch die Universität Freiburg beteiligt ist, wird in den nächsten vier Jahren hormonelle, psychologische und lebensstilbedingte Faktoren analysieren. Ziel ist es, Trainingsmethoden zu optimieren und die langfristige Gesundheit der Sportlerinnen zu schützen.
Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft fördert das Vorhaben mit rund 1,6 Millionen Euro. Beteiligt sind Expertinnen und Experten der Universitäten Freiburg, Bochum und Wuppertal sowie der Technischen Universität München. Im Mittelpunkt steht die Untersuchung geschlechtsspezifischer Unterschiede – insbesondere, wie der Menstruationszyklus Leistung und Regeneration beeinflusst.
In Freiburg leitet die Sportpsychologin Jana Strahler ein Team, das sich mit hormonellen Prozessen, Stressleveln und psychischer Gesundheit beschäftigt. Die Forscher arbeiten direkt mit Athletinnen, Trainerinnen, Trainern und Spitzenverbänden zusammen, um sicherzustellen, dass die Erkenntnisse praxisnah umsetzbar sind.
Bis zum Ende der vierjährigen Studie plant das Konsortium die Entwicklung eines digitalen Systems. Dieses Tool soll es ermöglichen, Trainingspläne und Gesundheitsmanagement von Sportlerinnen auf Basis der Forschungsergebnisse individuell anzupassen.
Das Projekt zielt darauf ab, konkrete Verbesserungen in Training und Regeneration von Athletinnen zu erreichen. Mit Input aus der Sportpraxis und wissenschaftlichen Daten könnten die Ergebnisse Trainingsprogramme im Spitzensport grundlegend verändern. Das digitale System soll Athletinnen und ihren Betreuungsteams nach seiner Fertigstellung maßgeschneiderte Unterstützung bieten.






