FC Erzgebirge Aue steigt nach 80 Jahren in die Viertklassigkeit ab
FC Erzgebirge Aue steigt nach 80 Jahren aus der dritten Liga ab – dramatisches 2:2 gegen SV Wehen Wiesbaden
Mit einem packenden 2:2 gegen die SV Wehen Wiesbaden ist die 80-jährige Zugehörigkeit des FC Erzgebirge Aue zur dritten deutschen Spielklasse beendet. Das Remis besiegelte den Abstieg der Sachsen, während Wiesbaden trotz fast durchgehender Unterzahl noch ein Unentschieden erkämpfte. Beide Mannschaften zeigten Kampfgeist, doch für Aue hatte das Ergebnis bittere Konsequenzen.
Die Hessen gingen früh in Führung: Moritz Flotho erzielte in der ersten Halbzeit das 1:0. Im zweiten Durchgang baute Tarik Gözüsirin mit einem sehenswerten Treffer nach einer Ecke auf 2:0 aus.
Die Partie nahm im 53. Minute eine Wendung, als Wiesbadens Niklas May mit Rot vom Platz flog und seine Mannschaft in Unterzahl zurückließ. Trotz des Handicaps fand Aue lange keine Antwort – bis zur 89. Minute, als Moritz Seiffert mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 die Hoffnung weckte. Sein spätes 2:2 in der Nachspielzeit rettete zwar noch einen Punkt, reichte aber nicht mehr, um den Abstieg abzuwenden.
Wiesbadens Trainer Patrick Stritzel bezeichnete die Partie später als "gemischte Erfahrung". Sportdirektor Daniel Scherning räumte ein, dass sein Team nach der frühen Führung die Kontrolle über das Spiel verloren habe. Für die Hessen hatte das Remis zwar keine sportliche Bedeutung in der Tabelle, doch es unterstrich ihren Kampfgeist vor dem anstehenden Pokalfinale.
Für Aue endet damit eine Ära: Zum ersten Mal seit acht Jahrzehnten müssen die Sachsen den Gang in die Viertklassigkeit antreten. Wiesbaden hingegen blickt bereits nach vorn – auf das bevorstehende Pokalfinale. Dass die Mannschaft trotz eines Platzverweises über 40 Minuten mit zehn Mann standhielt, zeigte ihren Charakter, auch wenn das Spiel für ihre Saison keine entscheidende Rolle mehr spielte.






