Falsche Anwälte von betrugsrecht.de zocken Betrugsopfer mit Bitcoin-Abzocke ab
Emilia SchmittFalsche Anwälte von betrugsrecht.de zocken Betrugsopfer mit Bitcoin-Abzocke ab
Betrügerische Anwaltsplattform betrugsrecht.de lockt Opfer in neue Kostenfallen
Eine gefälschte Rechtsberatung mit dem Namen betrugsrecht.de täuscht Betrugsopfer und verlangt von ihnen weitere Zahlungen. Die Website behauptet, verlorenes Geld aus Betrugsfällen wie Anlagebetrug, Kryptowährungsdiebstahl oder Liebesbetrug zurückholen zu können. Stattdessen fordert sie Vorabzahlungen in Bitcoin – und verschwindet dann mit dem Geld.
Der Betrug beginnt mit einer vermeintlichen Erfolgsmeldung: betrugsrecht.de teilt Opfern mit, ihr gestohlenes Vermögen sei aufgespürt und in Kryptowährung umgewandelt worden. Um die "Rückholung" einzuleiten, müssten sie ein Konto beim Handelsplatz Kraken eröffnen und mindestens 0,1 Bitcoin – derzeit etwa 6.000 Euro – einzahlen. Sobald die Zahlung erfolgt ist, brechen die Kriminellen den Kontakt ab oder verlangen zusätzliche Gebühren, sodass die Geschädigten noch höhere Verluste erleiden.
Die Website wirkt seriös: Sie bietet kostenlose Fallprüfungen an und wirbt mit einem Team von Fachleuten. Doch die Fotos der Mitarbeiter sind KI-generiert, und der angebliche Gründer, Dr. Thomas Weber, ist in keinem deutschen Anwaltsregister verzeichnet. Die in Berlin angegebene Adresse beherbergt zwar mehrere Unternehmen, doch eine Kanzlei dieses Namens existiert dort nicht.
Die Wiederbeschaffung gestohlener Kryptowährungen gilt als äußerst schwierig. Behörden warnen, dass solche Maschen die Verzweiflung der Opfer ausnutzen. Die Domain betrugsrecht.de wurde zuletzt am 24. Dezember 2025 verlängert, wobei die Besitzerdaten verborgen bleiben. Allein 2024 wurden in Deutschland über 400.000 Betrugsfälle gemeldet – wie viele davon auf diesen konkreten Schwindel entfallen, ist unklar.
Betroffene werden aufgefordert, schnell zu handeln: Sie sollten Anzeige bei der Polizei erstatten, jeden Kontakt zu den Betrügern abbrechen und alle Beweise sichern. Je länger sie mit den Kriminellen kommunizieren, desto größer ist das Risiko weiterer finanzieller Schäden.
Der falsche Rückholservice setzt Opfer, die bereits geschädigt wurden, einer weiteren Betrugsebene aus. Ohne echte juristische Grundlage und mit einer Spur leerer Versprechungen basiert die Masche auf Zeitdruck und Täuschung. Die Behörden betonen: Seröse Hilfe verlangt niemals Vorabzahlungen in Bitcoin – und verspricht auch keine unmöglichen Erstattungen.






