21 March 2026, 18:06

EZB und Bundesbank planen digitalen Euro als europäische Zahlungsalternative bis 2027

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere.

EZB und Bundesbank planen digitalen Euro als europäische Zahlungsalternative bis 2027

Die Europäische Zentralbank (EZB) und führende nationale Notenbanken treiben die Pläne für einen digitalen Euro voran. Vertreter betonen, dass das Fehlen einer privaten Alternative eine öffentliche Lösung unabdingbar mache. Ziel des Projekts ist es, die Abhängigkeit von ausländischen Zahlungsriesen wie Visa und Mastercard bis 2027 zu verringern.

Die Deutsche Bundesbank spielt dabei eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des digitalen Euro. Als eine von sechs nationalen Notenbanken, die mit der EZB zusammenarbeiten, ist sie an der Gestaltung und dem Betrieb der erforderlichen Systeme beteiligt. Burkhard Balz, ein Vorstandsmitglied der Bundesbank, bezeichnete den digitalen Euro als "digitalen Zwilling" des Bargelds – nicht als Ersatz, sondern als zusätzliche Zahlungsoption.

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Die Initiative hat zudem die Zusammenarbeit im Eurosystem gestärkt. Führungskräfte wie Fritzi Köhler-Geib und Balz unterstreichen die Notwendigkeit einer europäischen Zahlungsautonomie und bezeichnen sie als Frage der Souveränität und Widerstandsfähigkeit. Ein Pilotprojekt für den digitalen Euro ist nun für 2027 vorgesehen, wobei in diesem Jahr eine politische Entscheidung erwartet wird.

Über die digitale Währung hinaus hat die Bundesbank ihre Verwaltung der deutschen Goldreserven verteidigt. Kritiker hatten die Bestandszahlen infrage gestellt, doch die Verantwortlichen versichern, die Reserven seien sicher. Zudem rechtfertigen sie die Lagerung von Gold im Ausland mit dem Argument, dies ermögliche einen schnellen Zugang an den wichtigsten Handelsplätzen.

Das Projekt des digitalen Euro schreitet mit klaren Zielen voran: die Abhängigkeit von nicht-europäischen Zahlungsdienstleistern zu verringern und eine neue öffentliche Zahlungsmethode anzubieten. Bei einer Genehmigung noch in diesem Jahr könnte das System 2027 an den Start gehen. Unterdessen zeigt sich die Bundesbank sowohl in Bezug auf ihre Goldreserven als auch auf ihre Rolle bei der Gestaltung der finanziellen Zukunft Europas zuversichtlich.

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