10 April 2026, 22:06

Ex-CSU-Chef Huber attackiert Söder wegen widersprüchlicher Bundespolitik

Schwarz-weißer architektonischer Grundriss des ehemaligen Bundeskanzleramts, der detaillierte Layouts und Anmerkungen zeigt.

Ex-CSU-Chef Huber attackiert Söder wegen widersprüchlicher Bundespolitik

Erwin Huber, der ehemalige Vorsitzende der CSU, hat Markus Söders Umgang mit der Bundespolitik öffentlich scharf kritisiert. In einer deutlichen Stellungnahme warnte Huber den amtierenden bayerischen Ministerpräsidenten davor, die Regierung zu untergraben, obwohl seine Partei weiterhin Teil der Koalition sei.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Huber warf Söder vor, eine widersprüchliche Haltung einzunehmen – mal als Koalitionspartner aufzutreten, mal als Oppositionsführer. Er hinterfragte die Logik, schnellerer Reformen und Steuersenkungen zu fordern, während Deutschland mit einer schweren Haushaltskrise kämpft. Laut Huber habe Söder unrealistische Fristen gesetzt, gleichzeitig aber viele vorgeschlagene Reformmaßnahmen abgelehnt.

Der frühere CSU-Chef monierte zudem das Fehlen konkreter Pläne seitens Söders. Er fragte, wo die detaillierten Vorschläge der Partei zu Steuern, Renten und Gesundheitspolitik blieben. Huber betonte, dass die Politik jetzt dringende Aufgaben priorisieren müsse: die Verteidigung stärken, die Wirtschaft stabilisieren und den Sozialstaat sichern.

Statt politischer Profilierung rief Huber Söder dazu auf, sich ein Beispiel an Theo Waigel zu nehmen, dem ehemaligen Finanzminister, der für konstruktive Zusammenarbeit stand. Angesichts der aktuellen Krisen gebe es keinen Raum für politische Show, so Huber. Der Freistaat und die Partei bräuchten Söders sachliche Beiträge – nicht Blockadehaltung.

Hubers Äußerungen unterstreichen die wachsenden Spannungen innerhalb der CSU über ihre Rolle in der Bundespolitik. Sein Appell zu mehr Kooperationsbereitschaft steht im krassen Gegensatz zu Söders jüngster konfrontativer Rhetorik.

Mit seiner Kritik setzt Huber Söder unter Zugzwang, seine Strategie zu überdenken. Die Vorwürfe deuten auf interne Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der CSU unter seiner Führung hin. Angesichts der bevorstehenden Herausforderungen sieht sich die Partei nun gefordert, ihre Position zu klären und praktikable Lösungen vorzulegen.

Quelle