Energiekrise zwingt Zoos und Wildparks zu radikalen Sparmaßnahmen und Innovationen
Luisa LangeEnergiekrise zwingt Zoos und Wildparks zu radikalen Sparmaßnahmen und Innovationen
Steigende Energiekosten setzen Zoos und Wildparks schwer zu
Viele Einrichtungen stehen vor schwierigen Entscheidungen, da die Ausgaben explodieren – einige müssen Tiere abgeben oder in neue Lösungen investieren. Die finanzielle Belastung fällt dabei unterschiedlich aus: Der Anteil der Energiekosten an den Gesamtausgaben variiert je nach Standort stark.
Im Wildpark Stöckheim macht Energie etwa 2,5 Prozent der Gesamtkosten aus. Der Park hat reagiert, indem er seine Heizoptionen erweitert hat: Neben einer Kraft-Wärme-Kopplungsanlage kam ein Holzvergaser zum Einsatz.
Der Wildpark Essehof setzt seit Langem auf ein Biomasse-Heizsystem und hält seine Energiekosten so auf 6 bis 8 Prozent des Budgets. Diese Lösung macht den Park vergleichsweise unabhängig von den steigenden Preisen.
Der Zoo Braunschweig geht einen anderen Weg und konzentriert sich auf Solarenergie. Eine 80-kW-Photovoltaikanlage sowie kleinere Einheiten decken bereits einen Teil des Bedarfs. Geplant sind nun weitere 12 kW Solarleistung und ein 10-kW-Batteriespeicher. Trotz der finanziellen Herausforderungen schließt der Zoo aus, Tiere abzugeben oder den Tierbestand zu reduzieren.
Das Artenschutzzentrum Grasleben nutzt ebenfalls Photovoltaik, um vor allem für wärmeliebende Arten die Kosten zu senken. Nicht alle Einrichtungen kommen jedoch so gut mit der Krise zurecht – manche mussten bereits Tiere in andere Häuser vermitteln, um die Haushalte zu entlasten.
Während einige Zoos durch erneuerbare Energien und alternative Heizsysteme die höheren Rechnungen stemmen, kämpfen andere weiterhin darum, ihre Budgets auszugleichen, ohne den Tierbestand zu verringern. Angesichts anhaltend hoher Kosten könnten weitere Einrichtungen gezwungen sein, langfristige Lösungen zu finden, um ihren Betrieb zu sichern.






