Düsseldorf stoppt Opern-Neubau und setzt auf kostengünstige Sanierung
Emilia SchmittDüsseldorf stoppt Opern-Neubau und setzt auf kostengünstige Sanierung
Düsseldorf hat die Pläne für ein neues Opernhaus wegen steigender Kosten und Haushaltszwänge aufgegeben. Oberbürgermeister Stephan Keller bezeichnete die Entscheidung als schwierig, aber unter den aktuellen finanziellen Rahmenbedingungen unvermeidbar. Die Stadt wird sich stattdessen auf die Sanierung des bestehenden Nachkriegsgebäudes konzentrieren.
Das geplante „Opernhaus der Zukunft“ sollte ursprünglich mindestens 716 Millionen Euro kosten. Durch die Finanzierung über 50 Jahre wäre die Gesamtbelastung jedoch auf rund 1,8 Milliarden Euro angestiegen. Angesichts anderer großer Vorhaben wie dem Bau neuer Schulen und einer Brücke wurde diese Summe für Düsseldorf untragbar.
Eine umfassende Sanierung des aktuellen Opernhauses war zunächst ausgeschlossen worden. Doch angesichts knapper werdender Haushaltsmittel haben die Verantwortlichen nun einen Kurswechsel vollzogen. Trotz der Umplanung werden die Vorstellungen der Deutschen Oper am Rhein während der Bauarbeiten wie gewohnt stattfinden.
Die Entscheidung bedeutet einen Wechsel vom teuren Neubau hin zu einer kostengünstigeren Modernisierung. Die Sanierung soll die Lebensdauer des historischen Gebäudes verlängern, während die Beeinträchtigungen für den Spielbetrieb möglichst gering gehalten werden. Ein genauer Zeitplan oder ein detailliertes Budget für die Renovierung stehen jedoch noch aus.






