Dietzenbachs neue Bank setzt ein klares Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Lukas LehmannDietzenbachs neue Bank setzt ein klares Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt
Eine neue Bank am Dietzenbacher Europaplatz sendet ein starkes Signal gegen Rassismus und Diskriminierung. Die Installation ist Teil der bundesweiten Kampagne "Kein Platz für Rassismus", die Vielfalt und Toleranz fördert. Mit symbolträchtigem Design unterstreicht die Bank durch ihre Bauweise ihre antirassistische Botschaft.
Das Projekt wurde von Helga Giardino initiiert, der ehemaligen Vorsitzenden des Dietzenbacher Ausländerbeirats. Die Bank verfügt über eine 1,5 Meter breite Sitzfläche und eine zwei Meter hohe Rückenlehne – eine visuelle Darstellung der Idee, dass es für Rassismus keinen Platz gibt. In der Nähe der Skulptur "Engel der Kulturen", einem Symbol für religiöse Verbundenheit, fügt sich die Bank nahtlos in die weltoffene Atmosphäre des Ortes ein.
Drei dieser Bänke werden zunächst aufgestellt, zwei weitere sind für andere Standorte in der Stadt geplant. Die Finanzierung stammt aus dem Bundesprogramm "Demokratie leben!", das von der Partnerschaft für Demokratie getragen wird und lokale Initiativen für Zivilgesellschaft, Demokratie und Vielfalt unterstützt. Gefertigt wurden die Bänke von der Tischlerei DeinWerk gGmbH, einem sozialen Betrieb, der Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen oder Behinderungen beschäftigt.
Seit 2023 haben bereits über 150 deutsche Städte und Gemeinden – darunter Berlin, Hamburg, München und Köln – ähnliche Bänke mit antidiskriminatorischen Botschaften aufgestellt. Dietzenbacher Bürger:innen, die eigene Projektideen umsetzen möchten, können sich per E-Mail an [email protected] oder [email protected] wenden, um Unterstützung bei der Realisierung zu erhalten.
Die Bank am Europaplatz reiht sich ein in ein wachsendes Netzwerk antirassistischer Installationen in ganz Deutschland. Ihre Platzierung unterstreicht das Bekenntnis Dietzenbachs zu Offenheit und Vielfalt. Gleichzeitig zeigt das Projekt, wie fruchtbar die Zusammenarbeit zwischen zivilgesellschaftlichen Gruppen, Förderprogrammen und sozialen Unternehmen vor Ort sein kann.