28 March 2026, 18:09

Die Linke fordert höhere Apothekenpauschale – doch die GKV blockt ab

Plakat mit dem Text "Präsident Biden beschränkte die Insulin-Kosten auf 35 Dollar pro Monat für Senioren mit Medicare durch das Inflation Reduction Act" und einem Logo.

Die Linke fordert höhere Apothekenpauschale – doch die GKV blockt ab

Die Linke schlägt vor, die Apothekenpauschale von 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro verschriebenes Medikament anzuheben. Dieser Schritt folgt auf Jahre der eingefrorenen Gebühren und steigender Betriebskosten, die zu Protesten und parlamentarischen Debatten geführt haben. Die Partei argumentiert, dass eine faire Preisgestaltung die Arzneimittelbezahlbarkeit verbessern und notleidende Apotheken entlasten würde.

Die Diskussionen über eine Erhöhung der Pauschalgebühr, auch Fixum genannt, haben seit 2021 an Fahrt aufgenommen. Apotheker müssen seit 2013 mit stagnierenden Gebühren auskommen, während ihre Kosten um 65 Prozent gestiegen sind. Am 23. März 2026 kam es zu Protesten, und der Bundestag behandelte das Thema am 27. Februar 2026. Die Regierung verschob die Erhöhung mit Verweis auf die angespannte Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Bereits zwischen 2004 und 2024 waren Reformversuche gescheitert, obwohl Apotheken den Versicherern durch Rabatte und Festgebühren Subventionen in Höhe von 50 Milliarden Euro gewährt hatten.

Das Vorhaben der Linken zielt darauf ab, die allgemeine Bezahlbarkeit zu verbessern. Neben der Apothekengebühr will die Partei die Lebensmittelpreise senken, Mieten deckeln und für faire Löhne sorgen. Ihre Bundestagsfraktion hat bereits Anträge für strengere Regeln für Vermieter eingebracht. Ein geplanter "Sozialgipfel" soll Gewerkschaften und Interessenverbände zusammenbringen, um über die finanziellen Nöte der Bürger zu diskutieren.

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Allerdings bleibt der Einfluss der Partei begrenzt. Mit nur 64 Sitzen im Bundestag dürften ihre Initiativen kaum eine Mehrheit finden. Die GKV lehnt eine pauschale Gebührenerhöhung ab und bevorzugt ein gestaffeltes System, das sich am Umsatz der Apotheken orientiert. Apothekerverbände fordern hingegen eine sofortige Anpassung, um die steigenden Ausgaben zu decken.

Der Vorstoß der Linken für eine Pauschale von 9,50 Euro soll den finanziellen Druck auf Apotheken und Patienten verringern. Bei einer Umsetzung würde jede abgegebene Medikamentenpackung den Apotheken 9,50 Euro einbringen. Ohne breitere politische Unterstützung steht das Vorhaben jedoch vor erheblichen Hürden, um Gesetz zu werden.

Quelle