Deutschland senkt ab 2026 die Luftverkehrssteuer – doch Airlines zögern bei Preisanpassungen
Luisa LangeDeutschland senkt ab 2026 die Luftverkehrssteuer – doch Airlines zögern bei Preisanpassungen
Ab April 2026 senkt Deutschland die Luftverkehrssteuer auf Langstreckenflüge. Die Ermäßigungen gelten für drei Entfernungsstufen, wobei die Regierung die Airlines auffordert, die Ersparnisse an die Passagiere weiterzugeben. Die geplanten Änderungen stoßen bei den großen Fluggesellschaften bereits auf geteilte Reaktionen.
Die neuen Steuersätze richten sich nach der Entfernung vom Flughafen Frankfurt am Main. Für Flüge in Länder bis zu 2.500 Kilometer Entfernung sinkt die Abgabe von 15,53 Euro auf 12,03 Euro. Bei Zielen zwischen 2.500 und 6.000 Kilometern verringert sich die Gebühr von 39,34 Euro auf 33,01 Euro.
Am stärksten profitieren Flüge über 6.000 Kilometer: Hier fällt die Steuer von 70,83 Euro auf 59,43 Euro. Das Bundesfinanzministerium hat deutlich gemacht, dass die Airlines die Ticketpreise entsprechend anpassen sollten.
Die Reaktionen der deutschen Fluggesellschaften fallen unterschiedlich aus. Die Lufthansa lehnte die Reformen in einer Stellungnahme vom 15. März 2026 ab. Eurowings unterstützte wenige Tage später, am 20. März, begrenzte Anpassungen. Condor forderte hingegen in einer Mitteilung vom 28. März mehr Flexibilität.
Die Steueränderungen treten im April 2026 in Kraft und führen zu geringeren Kosten für Reisende auf Langstrecken. Die Airlines stehen nun unter Druck, die Ticketpreise im Einklang mit den Senkungen anzupassen. Die Haltung der Regierung lässt den Fluggesellschaften kaum Spielraum, die Ersparnisse einzubehalten.






