05 June 2026, 14:36

Deepfakes und Falschinformationen verunsichern die Deutschen massiv

Fake News: 9 von 10 Deutschen wollen die Verbreitung zu einem Straftatbestand machen

Deepfakes und Falschinformationen verunsichern die Deutschen massiv

Eine neue Umfrage zeigt die weitverbreiteten Auswirkungen von Falschinformationen und Deepfakes in Deutschland auf. Die Ergebnisse belegen, dass eine überwältigende Mehrheit der Bevölkerung bereits auf irreführende Inhalte im Internet gestoßen ist – viele tun sich jedoch schwer damit, deren Richtigkeit zu überprüfen. Die Sorgen über die Gefahren von Deepfakes sind groß, doch das Vertrauen in die eigene Fähigkeit, sie zu erkennen, bleibt gering.

Laut der Umfrage sind 91 Prozent der Deutschen bereits auf falsche oder bewusst täuschende Informationen im Netz getroffen. Davon betrachten 89 Prozent Deepfakes als ernsthafte Bedrohung, doch nur 34 Prozent sind überzeugt, sie zuverlässig identifizieren zu können. Besonders häufig treten Deepfakes demnach in Videoform auf, was die Befürchtungen vor ihrer Täuschungsgefahr verstärkt.

Mehr als die Hälfte der Befragten – 51 Prozent – gab zu, bereits Inhalte geteilt zu haben, ohne sich ihrer Wahrheit sicher zu sein. Gleichzeitig stoßen 41 Prozent regelmäßig auf Informationen, deren Richtigkeit sie nicht überprüfen können. Das Problem erstreckt sich auch auf die Glaubwürdigkeit von Nachrichten: 63 Prozent haben Schwierigkeiten, die Vertrauenswürdigkeit von Quellen einzuschätzen.

Auf die Frage nach KI-generierten Deepfakes antworteten 20 Prozent, sie seien sich sicher, bereits welche gesehen zu haben, während weitere 41 Prozent vermuten, damit in Kontakt gekommen zu sein. Die Umfrage thematisierte zudem politische Desinformation: 74 Prozent berichteten von Falschmeldungen im Zusammenhang mit der US-Politik.

In der Öffentlichkeit besteht eine klare Mehrheit für rechtliche Konsequenzen bei der Verbreitung falscher Informationen. Auffällige 87 Prozent befürworten, dass vorsätzliche Desinformation strafrechtlich verfolgt werden sollte, und 84 Prozent unterstützen Strafen für die Ersteller solcher Inhalte.

Die Ergebnisse spiegeln eine wachsende Verunsicherung über Online-Falschinformationen in Deutschland wider. Viele haben Schwierigkeiten, zwischen Fakt und Fiktion zu unterscheiden – besonders bei Deepfakes –, obwohl sie die Risiken erkennen. Die starke Unterstützung für gesetzliche Maßnahmen zeigt, wie besorgt die Bevölkerung über die gezielte Verbreitung falscher Inhalte ist.

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