Commerzbank lehnt UniCredit-Übernahme ab und setzt auf eigene Langfriststrategie
Lukas LehmannCommerzbank lehnt UniCredit-Übernahme ab und setzt auf eigene Langfriststrategie
Commerzbank stellt Quartalszahlen und Langfriststrategie am 8. Mai 2023 vor
Am 8. Mai 2023 wird die Commerzbank ihre Quartalsergebnisse sowie eine Aktualisierung ihrer langfristigen Strategie vorlegen. Dabei werden konkrete Ziele für die Bank bis zum Jahr 2030 bekannt gegeben. Unterdessen haben sich die Spannungen verschärft, nachdem der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Commerzbank ein Übernahmeangebot der UniCredit abgelehnt hat.
Erst kürzlich hatte die italienische UniCredit der Commerzbank einen Plan unterbreitet, der eine Zerschlagung der Bank vorsah – ohne den Aktionären jedoch eine Prämie zu bieten. Stattdessen sollten diese im Austausch für ihre Commerzbank-Anteile UniCredit-Aktien zu einem Abschlag erhalten.
Scharfe Kritik an UniCredit
Michael Kotzbauer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Commerzbank, lehnte das Angebot entschieden ab. Er warf der UniCredit vor, die Interessen der Kunden zu ignorieren, und bezichtigte die italienische Bank irreführender und feindseliger öffentlicher Äußerungen.
Trotz des Übernahme-Streits betonte Kotzbauer die Stabilität des Firmenkundengeschäfts der Commerzbank. Das Kreditportfolio der Bank bleibe robust, was das Vertrauen in die aktuellen Geschäftsaktivitäten stärke.
Fokus auf eigene Strategie
Mit der Ablehnung des UniCredit-Angebots rückt die Commerzbank nun ihre anstehende strategische Neuausrichtung in den Mittelpunkt. Die Bankführung machte deutlich, dass die Interessen von Aktionären und Kunden weiterhin Priorität haben. Die Quartalszahlen sowie die Ziele bis 2030 werden bei ihrer Veröffentlichung im nächsten Monat mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werden.






