21 April 2026, 10:08

Bundeswehr reformiert Reservekräfte: Höhere Altersgrenze und mehr Personal bis 2035

Altes Buch mit Papieren, die Text und Bilder enthalten, wahrscheinlich im Zusammenhang mit Militärpersonalauswirkungen und -budgets.

Bundeswehr reformiert Reservekräfte: Höhere Altersgrenze und mehr Personal bis 2035

Bundeswehr plant umfassende Reform der Reservekräfte

Das deutsche Verteidigungsministerium bereitet weitreichende Änderungen für seine Reservekräfte vor. Eine neue Strategie, die in dieser Woche vorgestellt werden soll, zielt darauf ab, das System auszubauen und zu modernisieren. Zu den Plänen gehört unter anderem eine Anhebung der Altersgrenze für Reservisten sowie eine schrittweise Erhöhung ihrer Zahl im kommenden Jahrzehnt.

Verteidigungsminister Boris Pistorius wird die überarbeitete Reservestrategie am Mittwoch vorstellen. Vorgesehen ist unter anderem, die Altersgrenze für Reservisten von 65 auf 70 Jahre anzuheben – eine Anpassung an längere Erwerbsbiografien und eine bessere körperliche Fitness. Zudem soll eine Bestandsaufnahme durchgeführt werden, um die genaue Zahl der Reservisten zu ermitteln, da die aktuellen Angaben unklar sind.

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Laut dem Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes soll die Zahl der zugewiesenen Reservisten bis 2035 auf 200.000 steigen. Derzeit sind rund 60.000 aktiv erfasst, wobei während der Coronavirus-Pandemie zwischen 10.000 und 15.000 einberufen wurden. Das Ministerium betont die Notwendigkeit einer besseren Planung, um sicherzustellen, dass Reservisten über die nötige Ausstattung verfügen und sinnvolle Ausbildungsprogramme durchlaufen.

Das für diesen Sommer geplante Reservestärkungsgesetz wird zudem die Teilnahmebedingungen regeln. Zwar bleibt die Freiwilligkeit für Reservisten bestehen, doch die bisher erforderliche Zustimmung des Arbeitgebers soll entfallen. Diese Änderung soll die Mobilmachung im Bedarfsfall beschleunigen.

Die Reformen markieren einen deutlichen Kurswechsel in der deutschen Reservepolitik. Mit einer höheren Altersgrenze und einer größeren Personalstärke erhofft sich das Militär eine Stärkung der Einsatzbereitschaft. Die geplante Bestandsaufnahme und aktualisierte Ausbildungsstandards sollen die weitere Entwicklung des Programms prägen.

Quelle