24 April 2026, 20:17

Bundestag beschließt 1.000-Euro-Entlastungsbonus – doch Kritik bleibt laut

Alte deutsche 100 Reichsmark-Banknote von 1933 mit der Aufschrift "Metallgesellschaft Aktie."

Bundestag beschließt 1.000-Euro-Entlastungsbonus – doch Kritik bleibt laut

Der Deutsche Bundestag hat einen neuen steuerfreien Entlastungsbonus von bis zu 1.000 Euro für Arbeitnehmer beschlossen. Die Maßnahme soll die wirtschaftlichen Belastungen abfedern, die mit dem anhaltenden Konflikt im Iran zusammenhängen. Doch der Plan stößt bei Unternehmen und Kritikern auf geteilte Reaktionen.

Der Bonus, dessen Zahlung für Arbeitgeber freiwillig ist, kann bis zum 30. Juni 2027 ausgezahlt werden. Er knüpft an frühere Entlastungspakete an, die während der Coronavirus-Pandemie und der Energiekrise eingeführt wurden. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) schlägt vor, dass der Bonus in Kombination mit bestehenden Tarifverträgen wirken könnte – vorausgesetzt, er wird zusätzlich zum regulären Lohn gezahlt.

Doch viele Wirtschaftsverbände bleiben skeptisch. Arbeitgeber, die ohnehin mit einer schwachen Konjunktur kämpfen, zeigen wenig Begeisterung für den Vorschlag. Auch das umfassendere Entlastungspaket der Regierung, das eine Senkung der Spritsteuer umfasst, steht in der Kritik, da es dringendere Sozialreformen in den Hintergrund dränge.

Die Kraftstoffsteuersenkung in Höhe von 16,7 Cent pro Liter gilt vom 1. Mai bis zum 30. Juni. Allein diese Maßnahme wird den Staat voraussichtlich 1,6 Milliarden Euro an Steuereinnahmen kosten. Der Bonus hingegen könnte bis zu 2,8 Milliarden Euro verschlingen – eine Summe, die die Regierung durch höhere Tabaksteuern ausgleichen will.

Oppositionsparteien und Umweltschutzorganisationen bewerten die Spritsteuersenkung als kontraproduktiv. Sie argumentieren, dass sie die Klimaziele untergräbt und kaum etwas zur langfristigen wirtschaftlichen Stabilität beiträgt.

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Trotz der Vorbehalte werden der Entlastungsbonus und die Steuersenkung auf Kraftstoffe umgesetzt. Arbeitgeber haben bis Mitte 2027 Zeit, den Bonus anzubieten, während die Steuerermäßigung auf Sprit nur zwei Monate gelten wird. Die Gesamtkosten für den Staat, die teilweise durch die Tabaksteuererhöhung kompensiert werden, spiegeln den Versuch der Regierung wider, kurzfristige Entlastung mit haushaltspolitischen Zwängen in Einklang zu bringen.

Quelle