Braunschweig plant 60-Millionen-Projekt für neues Kreativquartier am Großer Hof
Emilia SchmittBraunschweig plant 60-Millionen-Projekt für neues Kreativquartier am Großer Hof
Braunschweig treibt Pläne zur Umwandlung des Großer Hof in ein lebendiges Stadtquartier voran
Die Braunschweiger Stadtverwaltung will das Gebiet des Großer Hof als offizielles Sanierungsgebiet ausweisen, um langjährige Probleme zu lösen und dem Viertel neuen Schwung zu verleihen. Ein 60-Millionen-Euro-Projekt steht nun zur Debatte, wobei die Stadt selbst 7,9 Millionen Euro beisteuert.
Der Großer Hof sieht sich seit Jahren wachsenden Herausforderungen gegenüber. Durch die Schließung zweier Schulen und einen Überhang an Parkplätzen bleiben Teile des Viertels ungenutzt. Seine Lage am Rand der Innenstadt erhöht zudem den Druck für Veränderungen – die Stadt spricht von „klaren baulichen Defiziten“.
Das Sanierungskonzept sieht eine Mischung aus Wohnraum, kreativen Flächen und sozialer Infrastruktur vor. Neben Wohngebäuden und einer Quartiersgarage sollen die Städtische Galerie, Ateliers für Künstler:innen und ein Zentrum für die Kreativwirtschaft ein neues, autofreies „Kreativquartier“ bilden. Zudem sind eine Kita, ein Familien- und Nachbarschaftszentrum sowie aufgewertete Grünflächen für mehr Nachhaltigkeit geplant.
Grundlage des Projekts ist der Siegerentwurf des Wettbewerbs „Wohn- und Kreativquartier Großer Hof“ aus dem Jahr 2024, eingereicht von einem Hamburger Architekturbüro. Zwar wird das Konzept nicht vollständig umgesetzt, doch zentrale Elemente fließen in die Planung ein. Zur Finanzierung bewerbt sich die Stadt um Mittel aus dem Bundes- und Landesprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“; die verbleibenden Kosten sollen durch externe Städtebaufördergelder gedeckt werden.
Bei Zustimmung des Stadtrats könnte das Vorhaben einen wichtigen Schritt zur Belebung des Viertels darstellen. Die Verantwortlichen betonen die Dringlichkeit – der aktuelle Zustand des Quartiers treibe die Pläne voran.
Die Gesamtkosten für die Umgestaltung des Großer Hof belaufen sich auf geschätzte 60 Millionen Euro, wobei Braunschweig 7,9 Millionen Euro aus eigenem Haushalt bereitstellt. Ziel ist ein modernes, funktionales Viertel, das Wohnen, Kultur und Grünflächen vereint. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Stadtrat, der über das weitere Vorgehen befinden wird.






