22 March 2026, 04:06

Bistum Fulda setzt auf Synodalität mit großer Versammlung und neuen Gremien

Eine Zeichnung des Klosters Corkiec und der Kirche des Heiligen Grabes, mit einer großen weißen Kirche mit rotem Dach und hohem Turm, umgeben von grünen Bäumen und Gebäuden unter einem hellblauen Himmel mit weißen Wolken.

Bistum Fulda setzt auf Synodalität mit großer Versammlung und neuen Gremien

Bistum Fulda bringt über hundert Ehrenamtliche und Fachleute zu großer synodaler Versammlung zusammen

Im Bonifatiushaus in Fulda fand eine bedeutende synodale Tagung statt, bei der das Bistum Fulda mehr als hundert Engagierte und Expertinnen und Experten versammelte. Die Veranstaltung markierte einen wichtigen Schritt hin zu einem vertieften Dialog und gemeinsamer Entscheidungsfindung innerhalb der Kirche. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer loteten aus, wie globale Initiativen des Synodalen Prozesses mit den lokalen Bemühungen im Bistum verknüpft werden können.

Eröffnet wurde die Konferenz von Bischof Dr. Michael Gerber, der in seiner Ansprache die Kernaufgabe der Kirche betonte. Er unterstrich die Notwendigkeit, immer wieder zu grundlegenden Werten zurückzukehren und gleichzeitig neue Formen der Zusammenarbeit zu erproben. Auf dem Programm standen Workshops zum weltweiten Synodalen Prozess der Bischöfe sowie zu den spezifischen Herausforderungen, vor denen das Bistum Fulda steht.

Ein zentrales Thema war die Förderung eines "Gesprächs im Geist" – einer Methode des respektvollen, gebetsbegleiteten Austauschs. Das Synodale Team des Bistums stellte zudem Pläne vor, um die internationalen Entwicklungen der Synode, den deutschen Synodalen Weg und bestehende lokale Projekte miteinander zu verknüpfen. Ziel ist es, nachhaltige Modelle für partizipative Entscheidungsprozesse im gesamten Bistum zu schaffen.

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Ein zentraler Vorschlag war die Einrichtung einer Diözesanen Synodalversammlung. Dieses Gremium soll synodale Prozesse auf Bistumsebene koordinieren und vorantreiben. Die nächste gemeinsame Tagung dieser Art ist bereits für September 2026 geplant.

Die Diskussionen konzentrierten sich auf konkrete Schritte für synodales Handeln, darunter die Frage, wie mehr Menschen in Beratungsprozesse einbezogen werden können. Die Versammlung sollte den Dialog in greifbare Veränderungen der Bistumsarbeit überführen.

Die Tagung unterstrich das wachsende Engagement des Bistums Fulda für Synodalität als Weg, um Teilhabe und gemeinsame Verantwortung zu stärken. Bischof Gerbers Unterstützung für die Fortführung des Synodalen Wegs auf nationaler Ebene spiegelt dabei die weiteren Debatten wider, die bereits im Frühjahr auf der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz geführt wurden. Nun geht es für das Bistum darum, die beschlossenen Vorhaben umzusetzen – die nächste große Konferenz ist für 2026 angesetzt.

Quelle