Baugewerbe schafft historische Lohngleichheit zwischen Ost und West
Historischer Tarifkompromiss: Baugewerbe gleicht Löhne zwischen Ost und West an
Nach 35 Jahren deutscher Einheit ist im Baugewerbe das Prinzip "Ein Land, ein Lohn, ein Gehalt" endlich Realität geworden. Ein hart erkämpfter Tarifabschluss, der von einem fast dreiwöchigen Streik der Beschäftigten begleitet wurde, ebnet den Weg für gleiche Bezahlung in Ost und West.
Die neue Tarifvereinbarung, die 2024 in ihre dritte Phase tritt, sieht für Beschäftigte in Ostdeutschland eine Lohnerhöhung um 5,3 Prozent vor – und übertrifft damit den Anstieg von 3,9 Prozent im Westen. Damit endet eine jahrzehntelange Ungleichheit bei den Einkommen zwischen den beiden Regionen.
Die Branche beschäftigt bundesweit rund 920.000 Menschen, davon über 600.000 in Westdeutschland. Die Gewerkschaft IG BAU, die die Interessen der Bauarbeiter vertritt, hatte die Angleichung vorangetrieben. Carsten Burckhardt, stellvertretender IG-BAU-Vorsitzender, bezeichnete das Ergebnis als "historischen Meilenstein".
Der aktuelle Tarifvertrag gilt bis zum 31. März 2027. Gewerkschaftsvertreter betonen, dass dieser Schritt dazu beiträgt, die seit Langem bestehende Lohnlücke zwischen Ost und West zu schließen.
Mit dem Tarifabschluss entfällt eine jahrzehntealte Ungerechtigkeit im deutschen Baugewerbe: Beschäftigte in Ostdeutschland erhalten künftig bei gleicher Tätigkeit das gleiche Entgelt wie ihre Kolleginnen und Kollegen im Westen. Die Vereinbarung setzt damit neue Maßstäbe für Lohngerechtigkeit im gesamten Land.






