06 June 2026, 14:04

Bäder stellt BAföG-Erhöhung infrage – und löst Debatte über Studienfinanzierung aus

Dorothee Mantels Studien

Bäder stellt BAföG-Erhöhung infrage – und löst Debatte über Studienfinanzierung aus

Bundesforschungsministerin Dorothee Bäder hat in einem Interview Ende Mai überraschende Aussagen getroffen, die sowohl Studierende als auch Koalitionspartner unvorbereitet trafen. Die 46-jährige Politikerin, die für ihren rasanten Aufstieg in der CSU bekannt ist, stellte die geplanten Erhöhungen der staatlichen Studienförderung infrage – und löste damit eine Debatte über die Bildungsfinanzierung aus.

Bäder, geboren 1978, trat mit 14 der Schülerunion bei und wurde mit 16 CSU-Mitglied. Schon mit 23 sicherte sie sich einen Platz im Parteivorstand, und mit 24 zog sie als jüngste CSU-Abgeordnete in den Bundestag ein. Sie studierte Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin, wo ihre konservativen Ansichten Berichten zufolge für Spannungen sorgten.

2001 veröffentlichte sie in den Politischen Studien, einer Zeitschrift der Hanns-Seidel-Stiftung, einen Artikel über „mitfühlenden Konservatismus“. 2006 schloss sie ihr Studium mit der Note 1,5 ab – ihre Diplomarbeit jedoch ist nicht auffindbar: Weder die Bibliothek des OSI noch die Archive der Stiftung verzeichnen sie. Kurz nach ihrem Abschluss heiratete sie Oliver Bär, ebenfalls CSU-Politiker.

Die Koalition hatte zuvor beschlossen, die BAföG-Wohnpauschale von 380 auf 440 Euro anzuheben und die Förderung schrittweise zu erhöhen. Doch im Interview relativierte Bäder den Reformbedarf: Studierende seien in Deutschland „sehr privilegiert“, da keine Studiengebühren anfielen. Eine Nebentätigkeit während des Studiums sei „kein Drama“ und könne sogar wertvolle Erfahrungen vermitteln. Zudem deutete sie vage an, dass die Regierungsfraktionen ihre Unterstützung für die geplante BAföG-Erhöhung möglicherweise zurückziehen könnten.

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Bäders Aussagen haben bei Studierenden Verunsicherung über die Zukunft der Fördergelder ausgelöst. Die zuvor vereinbarten BAföG-Reformen stehen nun infrage, da die Ministerin eine Positionsänderung andeutet. Die Debatte über die Studienfinanzierung – und ihr eigener akademischer Werdegang – hat seitdem größere Aufmerksamkeit erregt.

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