Aysha Rafaeles neuer Film Rache kämpft für mehr Vielfalt im britischen Fernsehen
Maximilian KrauseAysha Rafaeles neuer Film Rache kämpft für mehr Vielfalt im britischen Fernsehen
Aysha Rafaele, eine vierfache BAFTA-preisgekrönte Filmemacherin, setzt sich seit Langem für eine bessere Repräsentation schwarzer und britisch-asiatischer Geschichten auf dem Bildschirm ein. Trotz Fortschritten in der Branche sei seit der Ausstrahlung von Mein Vater, der Mörder (Murdered by My Father) vor fast einem Jahrzehnt im BBC wenig passiert, kritisiert sie. Nun feiert ihr neues Drama Rache: Mord auf der Heide (Vengeance: Murder on the Heath) am kommenden Sonntag Premiere auf Channel 4.
Jahre lang hat Rafaele Projekte über die britisch-asiatische Community entwickelt – doch die Umsetzung gestaltete sich schwierig. Gemeinsam mit ihrem kreativen Partner Joseph Bullman hatte sie mehr Erfolg, als sie ihre Ideen direkt an Dokumentationsteams statt an Drama-Redaktionen herantrug. Rafaele zufolge arbeiten faktuale Abteilungen schneller und bieten mehr künstlerische Freiheit.
Ihr aktuelles Werk Rache basiert auf dem sogenannten „Honeytrap-Mord“ an dem sikhistischen TV-Manager Gagandip Singh im Jahr 2007. Der Film, bei dem Rafaele Regie führte, das Drehbuch schrieb und die Produktion leitete, stars mit Industry-Schauspieler Asim Chaudhry und Laila Rouass. Ihr Ziel: vielschichtige Charaktere gestalten und authentische Geschichten aus der sikhistischen Gemeinschaft erzählen – Geschichten, die ihrer Meinung nach auf dem Bildschirm noch immer zu kurz kommen.
Trotz knapper Budgets haben sich Rafaele und Bullman einen Namen mit wirkmächtigen Projekten gemacht. Für Rache besetzten sie aufstrebende Talente in Hauptrollen – eine Strategie, die sie über die Jahre verfeinert haben. Das Drama wurde gemeinsam mit Dirty Business, einem weiteren Projekt des Duos, von den unscripted-Teams von Channel 4 grünes Licht gegeben.
Nach Adeel Akhtars BAFTA-Gewinn für Mein Vater, der Mörder 2017 hatte Rafaele mit mehr Fortschritten gerechnet. Doch heute gibt sie zu: „Auf dem Bildschirm ist rein gar nichts passiert“ – zumindest nicht, was echte Vielfalt betrifft. Ihre Frustration treibt sie an, weiterhin Geschichten zu erzählen, die die Communities widerspiegeln, die sie kennt.
Rache: Mord auf der Heide läuft am kommenden Sonntag auf Channel 4 – ein weiterer Schritt in Rafaeles Mission, ungehörte britisch-asiatische Geschichten ins Fernsehen zu bringen. Das Projekt steht für ihre anhaltenden Bemühungen, in einer Branche, die ihrer Meinung nach bei echten Veränderungen auf der Stelle tritt, Raum für vielfältige Erzählungen zu schaffen.






