Autoindustrie fordert Anpassung der CO₂-Vorgaben für Lkw – und warnt vor Bürokratie
Lukas LehmannAutoindustrie fordert Anpassung der CO₂-Vorgaben für Lkw – und warnt vor Bürokratie
Deutsche Autoindustrie drängt auf frühzeitige Überprüfung der CO₂-Vorgaben für schwere Nutzfahrzeuge
VDA-Präsidentin Hildegard Müller fordert, dass Klimaziele, Wettbewerbsfähigkeit und Planungssicherheit für Investitionen in den aktuellen Regelwerken besser in Einklang gebracht werden müssen.
Auf dem IAA Media Summit in Frankfurt betonte Müller die Fortschritte der Branche bei der Entwicklung klimaneutraler und emissionsarmer Transporttechnologien. Moderne batterieelektrische Lkw seien heute einsatzbereit und erreichten Reichweiten, die noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen seien.
Müller unterstrich die Notwendigkeit verlässlicher politischer Rahmenbedingungen, um die Markteinführung emissionsfreier Lkw zu beschleunigen. Sie warnte, dass die uneinheitliche Lade- und Wasserstoffinfrastruktur in Europa Investitionsentscheidungen für Logistikunternehmen erschwere. Zudem mahnte sie, übermäßige Bürokratie und Berichtspflichten könnten den Fortschritt behindern.
Die VDA-Präsidentin plädierte dafür, dass künftige Regulierungen stärker an der Wettbewerbsfähigkeit ausgerichtet werden müssen. Sie sprach sich für eine industriepolitische Strategie aus, die Investitionen in Elektrifizierung, Digitalisierung und Dekarbonisierung fördert. Die Branche betont, dass die technologischen Grundlagen bereits vorhanden seien – nun müssten die politischen und regulatorischen Bedingungen folgen.
Der VDA fordert eine Neuausrichtung der CO₂-Standards, um Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und Investitionssicherheit besser zu vereinen. Der zügige Ausbau von Lade- und Wasserstoffnetzen bleibt entscheidend für die Einführung emissionsfreier Lkw. Die Industrie erwartet klarere politische Unterstützung, um die Dynamik aufrechtzuerhalten.






