Apotheken protestieren bundesweit für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Lukas LehmannApotheken protestieren bundesweit für faire Löhne und bessere Arbeitsbedingungen
Apotheken in ganz Deutschland bereiten sich auf Protesttag am 23. März vor
Apothekenbesitzer und Pharmaverbände rufen bundesweit zu Aktionen auf, um bessere Arbeitsbedingungen und die Umsetzung zugesagter Gebührenerhöhungen zu fordern. In Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Hannover und München werden Kundgebungen stattfinden.
Bei der Aktion handelt es sich nicht um einen Streik, sondern um eine koordinierte Protestbewegung, mit der Druck auf die Politik ausgeübt werden soll. Ob eine Apotheke an dem Tag schließt, entscheidet letztlich die jeweilige Leitung. Falls geschlossen wird, dürfen Mitarbeiter nicht gezwungen werden, sich an Demonstrationen zu beteiligen.
Beschäftigte erhalten auch bei Schließung ihren regulären Lohn und müssen ausgefallene Arbeitsstunden nicht nachholen. Stattdessen können sie mit Aufgaben wie Bestandsprüfungen oder Bürotätigkeiten beschäftigt werden.
Für Patienten, die dringend Medikamente benötigen, bleiben Notdienstapotheken geöffnet. Ziel des Protests ist es, auf langjährige Missstände aufmerksam zu machen, ohne die Grundversorgung zu gefährden.
Die bundesweite Aktion spiegelt die wachsende Unzufriedenheit unter Apothekeninhabern und Mitarbeitern wider. Da es keine offizielle Zählung der teilnehmenden Apotheken gibt, hängt die Wirkung von lokalen Entscheidungen ab. Im Mittelpunkt steht die Forderung an die Politik, endlich Gebührenerhöhungen und Arbeitsbedingungen zu verbessern.