29 March 2026, 02:08

AOK-Streik am 14. Januar: 55.000 Beschäftigte legen Arbeit nieder für faire Löhne

Gruppe von Menschen auf einem Gebäudedach mit einem Banner, mit einem Baum links und Glasfenstern im Hintergrund, die zu protestieren scheinen

AOK-Streik am 14. Januar: 55.000 Beschäftigte legen Arbeit nieder für faire Löhne

Rund 55.000 Beschäftigte der AOK, Deutschlands größter gesetzlicher Krankenkasse, werden am 14. Januar 2026 in den Streik treten. Die von der Gewerkschaft für Soziale Versicherung (GdS) organisierte Arbeitsniederlegung zielt darauf ab, höhere Löhne angesichts steigender Lebenshaltungskosten durchzusetzen. Kunden müssen an diesem Tag mit Verzögerungen und eingeschränkten Dienstleistungen in den regionalen Geschäftsstellen sowie bei den Telefon-Hotlines rechnen.

Der Streik folgt auf monatelang festgefahrene Tarifverhandlungen. GdS-Bundesvorsitzender Maik Wagner warf der AOK vor, ihre Mitarbeiter nicht fair zu behandeln – besonders, da die Inflation weiterhin die Haushaltsbudgets belastet. Für denselben Tag ist eine Kundgebung vor dem AOK-Bundesverband in Berlin um 12 Uhr geplant.

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Die AOK hatte zuvor eine Lohnerhöhung von 2,1 Prozent ab dem 1. Mai 2026 vorgeschlagen, gefolgt von einer weiteren Steigerung um 2,1 Prozent im Mai 2027 – insgesamt 4,8 Prozent über zwei Jahre. Zum Vergleich: Beschäftigte im öffentlichen Dienst nach TVöD/TV-L erhalten ab April/Mai 2026 eine Erhöhung von 2,8 Prozent, zusätzlich weitere 2,0 Prozent im März 2027 und 1,0 Prozent im Januar 2028, was in etwa 5,8 Prozent über 27 Monate entspricht. Die GdS lehnte das Angebot der AOK als unzureichend ab.

Die erste Runde der Tarifverhandlungen ist für den 14. und 15. Januar in Berlin angesetzt. Da die AOK bisher keine Zugeständnisse gemacht hat, hat die Gewerkschaft zu Arbeitskampfmaßnahmen aufgerufen, um den Arbeitgeber zu einer besseren Offerte zu bewegen.

Der Streik wird den Betrieb der AOK beeinträchtigen, mit längeren Wartezeiten und eingeschränkten Öffnungszeiten. Gleichzeitig werden sich Mitarbeiter in Berlin versammeln, um höhere Löhne zu fordern, während hinter verschlossenen Türen weiterverhandelt wird. Das Ergebnis der Gespräche wird zeigen, ob weitere Arbeitskampfmaßnahmen notwendig sein werden.

Quelle