27 June 2026, 12:06

AfD-Proteste an Berliner Schule: Warum Schüler gegen die Rechtspopulisten kämpfen

Wahlveranstaltungen in Schulen

AfD-Proteste an Berliner Schule: Warum Schüler gegen die Rechtspopulisten kämpfen

Die rechtspopulistische AfD hat für Aufsehen gesorgt, nachdem sie trotz Schülerprotesten an einer Berliner Schule aufgetreten ist. Die als extremistisch eingestufte Partei verfügt in der Hauptstadt über 18 Prozent Unterstützung im Abgeordnetenhaus. Ihr Auftritt bei der Veranstaltung löste Bedenken über den Einfluss auf junge Zielgruppen aus.

Die AfD ist seit 2016 im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten und aktuell zweitstärkste Kraft. Umfragen zeigen eine Zustimmung von 18 Prozent. Mit gezielter Rhetorik spricht die Partei gezielt junge Menschen an – Slogans wie „Echte Männer sind rechts“ verbreiten sich etwa auf Plattformen wie TikTok.

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Schülerinnen und Schüler der TIEM-Oberschule in Berlin hatten gegen die Teilnahme der AfD an einer Podiumsdiskussion protestiert. Trotz ihrer Einwände nahm die Partei an der Veranstaltung teil. Kritiker werfen ihr vor, es sei weniger um eine Debatte als um Propaganda gegangen, da den Schülerinnen und Schülern nur eine einzige Frage gestattet war.

Manche halten es für unverantwortlich, die AfD zu Schulveranstaltungen einzuladen. Schulen haben das Recht, Politiker auszuschließen, wenn deren Positionen oder Handlungen die Bildungsziele oder demokratische Werte untergraben. Andere warnen jedoch, dass ein Ausschluss der Partei diese für Jugendliche erst recht attraktiv machen könnte.

Der Auftritt der AfD an der Schule hat die Debatte über rechtsextremen Einfluss auf junge Menschen neu entfacht. Ein Ausschluss von solchen Veranstaltungen könnte ein klares Signal gegen Extremismus setzen. Doch die wachsende Unterstützung der Partei in Berlin zeigt, wie fest sie sich inzwischen in der lokalen Politik verankert hat.

Quelle