07 May 2026, 04:07

AfD-Mitglied Gottschalk fordert radikale Kurskorrektur in Rente, Steuern und EU-Politik

Plakat wirbt für Bergbahn, Deutschland als Elektrostadt mit Bildern von Gebäuden, Bäumen, Hügeln und beschreibendem Text.

AfD-Mitglied Gottschalk fordert radikale Kurskorrektur in Rente, Steuern und EU-Politik

Christian Gottschalk, Mitglied der Alternative für Deutschland (AfD), hat mehrere Änderungen an der Programmatik seiner Partei vorgeschlagen. Seine Vorschläge betreffen die Rentenpolitik, Steuern und Energie – Bereiche, in denen er den aktuellen Kurs für reformbedürftig hält. Gottschalk berichtete zudem über eigene Erfahrungen mit grüner Technologie und forderte eine Neuausrichtung der EU-Agrarsubventionen.

In der Rentenpolitik plädiert Gottschalk dafür, dass die AfD stärker auf private und kapitalgedeckte Altersvorsorgemodelle setzt. Er schlug vor, einen Teil des Kindergeldes in einen staatlichen Fonds einzuzahlen, der am Kapitalmarkt angelegt wird. Auch die Einnahmen aus einer möglichen Autobahnmaut könnten seiner Meinung nach zur Finanzierung der Rente beitragen. Gleichzeitig räumte er ein, dass nicht alle Arbeitnehmer bis über das 65. Lebensjahr hinaus in ihrem Beruf bleiben können – etwa Handwerker.

Bei den Steuern lobte er zwar einige Maßnahmen der früheren Großen Koalition, wie die Senkung der Unternehmenssteuern, die Reduzierung der Energieabgaben oder die Erhöhung der Pendlerpauschale. Doch betonte er, dass diese Schritte nicht ausreichten, um Unternehmen und Haushalte spürbar zu entlasten.

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Gottschalk forderte zudem ein Ende der EU-Agrarsubventionen, da Landwirte diese seiner Ansicht nach nicht benötigten. Diese Haltung steht im Widerspruch zur traditionellen Unterstützung ländlicher Branchen durch die AfD.

Privat setzt er selbst auf grüne Technologien: Er nutzt eine Wärmepumpe, Solaranlagen und ein Elektroauto. Wärmepumpen bezeichnete er als die kostengünstigste Heizoption und wies die Annahme zurück, sie funktionierten nur mit Fußbodenheizungen.

Zudem gab er zu, dass viele AfD-Mitglieder den Kurs der Partei für einen Austritt Deutschlands aus der EU – den sogenannten „Dexit“ – nicht mehr mittragen. Dies deutet auf eine mögliche Neuausrichtung der Partei in der Europapolitik hin.

Gottschalks Vorschläge könnten die AfD-Politik in den Bereichen Rente, Steuern und Landwirtschaft nachhaltig verändern. Seine private Nutzung grüner Technologien steht dabei teilweise im Kontrast zu früheren Positionen der Partei. Auch die Debatte um den „Dexit“ könnte sich wandeln, wenn sich die Meinungen in der Basis weiter verschieben. Diese Ideen könnten das Programm der AfD in den kommenden Jahren prägen.

Quelle